EZB will Kontrolleure in Vorstandssitzungen von Banken schicken

Die EZB will die Kontrolle von Banken verschärfen. Zu diesem Zweck sollen Kontrolleure in Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen geschickt werden. Schon heute fürchten BAnk-Manager die EZB-Aufsicht, weil kritische Aussagen zur Geldpolitik mit einer umgehenden Überprüfung des Instituts sanktioniert werden könnten.

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Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) wollen künftig bisweilen an Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen der Geldhäuser teilnehmen. Von Zeit zu Zeit könnten die Kontrolleure bei solchen Treffen mit dabei sein, sagte die oberste EZB-Bankenaufseherin Daniele Nouy am Donnerstag auf einer Konferenz in Frankfurt laut Redetext. Dies würde Einblicke in die Arbeitsweise der Bankführungen ermöglichen. EZB-Vertreter könnten beispielsweise auf Zusammenkünften des Aufsichtsrats Ergebnisse der jährlichen Bankenprüfung (SREP) präsentieren oder auf Risiken aufmerksam machen. Zugleich würden regelmäßige Selbsteinschätzungen der Bankgremien erwartet.

Nouy plädierte für ein Programm regulärer Treffen, ergänzt durch informelle Kontakte. Die konkreten Beziehungen könnten auf die jeweiligen Besonderheiten der Institute zugeschnitten werden.

Die EZB überwacht seit Herbst 2014 die größten Geldhäuser im Währungsraum, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank. Inzwischen kontrolliert sie 129 Institute direkt. Bei den kleineren Banken haben nach wie vor die nationalen Aufseher der Euro-Länder den Hut auf.

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