Russland: Alarmstufe Rot nach Gefechten in Nachbar-Staaten

Die Sicherheitskräfte in Kasachstan befinden sich nach einem Islamisten-Angriff am Montag in erhöhter Alarmbereitschaft. Doch auch in Armenien dauert eine Geiselnahme von bewaffneten Oppositionellen seit bereits drei Tagen an. Der Kreml befürchtet eine Destabilisierung seiner Grenzregionen.

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Russland fürchtet eine Destabilisierung durch Armenien und verkündet Alarmstufe Rot. (Karte: Stratfor)

Russland und Armenien. (Karte: Stratfor)

Nach dem Angriff von Islamisten in der kasachischen Stadt Almaty, bei dem zwei Zivilisten und vier Polizisten starben, dauert die „Alarmstufe Rot“, die von der Regierung ausgerufen wurde, an.

Um welche Gruppe von Islamisten es sich handelte blieb bisher ungeklärt. Yerlan Karin, Chefin des Strategischen Instituts Kasachstan, ist der Ansicht, dass die Islamisten, die am Montag einen Überfall in der kasachischen Stadt Almaty durchgeführt hatten, nicht in Verbindung mit internationalen Islamisten oder der Terror-Miliz ISIS stehen würden. „Wir befinden uns in einer Phase, in der diese radikalen Gruppen unorganisiert sind und voneinander unabhängig agieren (…) Diese radikal-religiösen Gruppen stehen im Zusammenhang mit kriminellen Organisationen (…) “, zitiert Konhaber Karin.

Insbesondere Russland sorgt sich um die Stabilität Kasachstans, weil es neben Armenien ein wichtiges Land an den russischen Grenzgebieten ist. Der Kreml meldet, dass an den Grenzen Sicherheitsvorehrungen getroffen wurden. Am Dienstag konnte in der armenischen Hauptstadt eine Geiselnahme von Polizeibeamten in der dritten Nacht in Folge nicht aufgelöst werden, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty. Die New York Times berichtet: „Die Geiselnehmer forderten die Freilassung von Oppositionsführer Jirair Sefilian, der im Juni unter dem Vorwurf des Waffenbesitzes eingesperrt wurde.“ Die Polizei tue alles dafür, um die Situation „ohne Blutvergießen“ zu klären, so der Vize-Polizeichef Hunan Pogosian. Die Geiselnehmer haben noch vier Menschen ihrer Gewalt, vier andere wurden inzwischen freigelassen.

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