Mindestens 50 Tote bei Anschlag auf Hochzeitsfeier in der Türkei

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in der Südtürkei sind Medienberichten zufolge mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Der türkische Präsident Erdogan macht die extremistische Miliz Islamischer Staat für den Anschlag auf eine kurdische Hochzeitsgesellschaft verantwortlich.

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Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsfeier im Süden der Türkei sind mindestens 50 Menschen getötet worden, berichtet Reuters. Für die Tat in der Stadt Gaziantep Samstagnacht sei wahrscheinlich die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich, erklärte Präsident Recep Tayyip Erdogan. Bei dem Anschlag wurden nach Angaben der Provinzregierung 94 Personen verletzt. Die pro-kurdische Partei HDP erklärte, es habe sich um die Hochzeit eines ihrer Mitglieder gehandelt. Unter den Getöteten seien Frauen und Kinder.

Die Detonation ereignete sich Sicherheitskreisen zufolge, als eine große Gruppe von Hochzeitsgästen zum Feiern auf die Straße strömte. „Überall war Blut und überall lagen Körperteile“, sagte der 25-jährige Veli Can. Augenzeuge Ibrahim Özdemir sagte: „Wir wollen, dass diese Massaker endlich aufhören. Wir fühlen Schmerz, vor allen die Frauen und Kinder“.

Der pro-kurdische Parlamentsabgeordnete Mahmut Togrul aus Gaziantep sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es habe sich um eine kurdische Hochzeit gehandelt. Der IS hat in der Vergangenheit wiederholt Angriffe auf kurdische Versammlungen verübt.

Seit Monaten wird die Türkei von Anschlägen erschüttert. Einige werden dem IS zugeschrieben, andere radikalen Kurdengruppen. Im Juni töteten mutmaßliche IS-Selbstmordattentäter 44 Menschen am Istanbuler Flughafen. Im Oktober vergangenen Jahres starben 95 Menschen bei einem Selbstmordanschlag auf eine pro-kurdische Veranstaltung in Ankara. Zudem scheiterte vor einigen Wochen ein Militärputsch.

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