Apple und Zins-Unsicherheit belasten US-Börsen

Kursverluste bei Apple haben am Dienstag die Wall Street belastet. Auch wegen der Aussicht auf höhere Zinsen herrschte eine gewisse Unsicherheit an den Börsen.

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Die Wall Street in New York. (Foto: dpa)

Die Wall Street in New York. (Foto: dpa)

Die EU-Kommission kippte den umstrittenen Steuerdeal mit Irland und will den iPhone-Konzern zu einer Steuerrückzahlung von 13 Milliarden Euro zwingen. Das veranlasste Investoren, sich von Apple-Papieren zu trennen. Sie verloren knapp ein Prozent an Wert und zogen Technologiewerte mit nach unten.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,3 Prozent auf 18.454 Punkte. Der breiter gefasste S&P gab um 0,2 Prozent auf 2176 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 5223 Zähler.

Die Zinsaussichten blieben aber weiterhin Thema am Markt: Verunsicherung besteht immer noch über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. US-Notenbanker Stanley Fischer sagte, der nächste Zinsschritt hänge von der Konjunkturentwicklung ab. Daher warten Anleger nun mit Spannung auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag. Davon dürfte abhängen, ob der nächste Zinsschritt schon im September erfolgt. „Der Markt wird abwarten, bis es mehr Belege über Fortschritte bei der Erholung der Wirtschaft gibt“, sagte Aktienstratege Terry Sandven von Wealth Management.

Bei den Einzelwerten rückten die beiden Düngemittelkonzerne Potash und Agrium in den Mittelpunkt. Die beiden bestätigten Gespräche über eine Fusion, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Potash legte fast elf Prozent zu und Agrium sieben Prozent. Potash hatte im vergangenen Jahr seine Fühler nach der deutschen K+S ausgestreckt. Die Papiere der Kasseler gingen mit einem Plus von vier Prozent aus dem Handel.

Verschnupft reagierten Hershey -Anleger auf die geplatzte Milliardenübernahme durch Mondelez. Die Anteilsscheine des Schokoladenproduzenten brachen um fast elf Prozent ein. Mondelez, das sein Angebot tags zuvor zurückgezogen hatte, gewannen dagegen knapp vier Prozent. Das neue Unternehmen wäre zum Branchenführer in der Süßwarenindustrie aufgestiegen und hätte dabei den US-Konzern Mars von Platz eins verdrängt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 755 Millionen Aktien den Besitzer. 1445 Werte legten zu, 1504 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1499 Werte im Plus, 1326 im Minus und 186 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen wurde mit Spannung auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag gewartet. Die zehnjährigen Papiere blieben faktisch unverändert bei 99-12/32. Sie rentierten mit 1,57 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 12/32 auf 100-12/32 und hatten eine Rendite von 2,23 Prozent.

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