Renzi: Bundesbank soll Probleme deutscher Banken lösen

Der italienische Ministerpräsident Renzi sieht die Bundesbank in der Pflicht, sich um die Billionen-Risiken an Derivaten bei den deutschen Banken zu kümmern. Seine Attacke ist die Reaktion auf die Kritik der Bundesbank am italienischen Defizit.

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Italiens Matteo Renzi. (Foto: dpa)

Italiens Matteo Renzi. (Foto: dpa)

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat nach Kritik am heimischen Staatshaushalt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dazu aufgerufen, die Probleme der deutschen Finanzinstitute anzugehen. Diese hätten „Hunderte und Hunderte und Hunderte von Milliarden Euro an Derivaten“ in den Büchern, sagte Renzi am Montag vor Journalisten in New York. Weidmann müsse sich nun darauf konzentrieren, dieses Problem zu lösen.

Zuvor hatte der Bundesbank-Chef in einem Interview mit der italienischen Zeitung „La Stampa“ (Montagausgabe) die Regierung in Rom aufgefordert, die hohe Staatsverschuldung zu senken. Renzi hatte in den vergangenen Tagen wiederholt europäische Staats- und Regierungschefs kritisiert. Er bezeichnete die Reaktion der Europäischen Union auf die Probleme in der Flüchtlings- und Wirtschaftspolitik als unangemessen.

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