Großbritannien: Regierung will Ausländer aus der Wirtschaft drängen

Die britische Regierung will ausländische Wissenschaftler nicht als Brexit-Berater nutzen. Die Offenlegung ausländischer Arbeitskräfte in Unternehmen wird erwägt. Sie sollen sich einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen.

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Nicht nur EU-Kommissionspräsident Juncker will einen harten Brexit. Auch die britische Premierministerin Theresa May und und Innenministerin Amber Rudd haben sich für einen deutlichen Schnitt mit der EU und eine enge Rückbesinnung auf Großbritannien entschieden. Die London School of Economics behauptet, ihr sei klargemacht worden, dass ausländische Wissenschaftler von jeglichen Regierungsberatungen zum Brexit ausgeschlossen würden.

Die London School of Economics (LSE) berät die Regierung bereits zum Brexit. Bei einem Treffen zwischen Kevin Featherstone, dem Leiter des Europäischen Instituts an der LSE, und Nathaniel Copsey vom Amt für Angelegenheiten des Auswärtigen und des Commenwealth (FCO) soll es zu diesen Äußerungen gekommen sein. Ein Sprecher der LSE sagte der FT: „Bei dem Treffen wurde Professor Featherstone gesagt, dass nur Wissenschaftler weiter an dem Projekt arbeiten dürfen, die Inhaber eines britischen Passes seien.“

Darauf bezugnehmend veröffentlichte die London School of Economics ein Statement, in dem sie darauf verwies, dass man glaube, Wissenschaftler, auch diejenigen ohne Pass, hätten genug Expertise, um bezüglich des Brexits zu beraten. Das Amt für Angelegenheiten des Auswärtigen und des Commenwealth (FCO) gab an, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt habe. Freitagnacht sagte das FCO, dass „jeder, der im FCO arbeite, je nach Art und Dauer seiner Arbeit, vielleicht einer Sicherheitsüberprüfung bedürfe“.

Die vermeintlichen Äußerungen des Amtes für Angelegenheiten des Auswärtigen und des Commenwealth (FCO) sind vor allem vor den letzten Äußerungen der britischen Innenministerin zu sehen. Amber Rudd sagte während einer Konferenz, dass mehr Positionen in britischen Unternehmen und Universitäten für britischen Bürger reserviert werden sollten. Später bestritt die Innenministerin, dass sie eine rassistische Politik befürworte. Ihre Aussagen hätten nur die Arbeitgeber zu einem „besseren Verhalten anstoßen sollen“. Außerdem sei dies derzeit nur ein Vorschlag.

Rudd hatte zuvor bereits vorgeschlagen, dass britische Unternehmen zukünftig schwerer ein Visum für Mitarbeiter erhalten würden. Auch sollten Konzerne darüber Auskunft geben, wie viele ausländische Mitarbeiter sie beschäftigen. Und auch die britische Premierministerin May sagte: „Bilden Sie zuerst einheimische junge Menschen aus, bevor Sie billige Arbeitskräfte aus dem Ausland einstellen.“

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