Insider: BASF-Partner Avantium plant Börsengang

Der niederländische BASF -Partner Avantium will Insidern zufolge an die Amsterdamer Börse gehen. Der Börsengang werde von den Banken ING und KBC begleitet.

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Der Bulle scheint an den Börsen wieder die Oberhand zu haben. (Foto: dpa)

Der Bulle – Symbol für steigende Kurse. (Foto: dpa)

Der niederländische BASF -Partner Avantium will Insidern zufolge an die Amsterdamer Börse gehen. Noch in dieser Woche wolle die Firma ihre Pläne publik machen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Sache vertrauten Personen. Durch die Ausgabe neuer Aktien wolle Avantium mehr als 100 Millionen Euro einnehmen, dabei werde die Gesellschaft insgesamt mit bis zu 300 Millionen Euro bewertet, sagte einer der Insider. Der Börsengang werde von den Banken ING und KBC begleitet. Mit den Einnahmen wolle das Amsterdamer Unternehmen seinen Anteil an einer neuen Anlage des Gemeinschaftsunternehmens bezahlen, das die Niederländer in der vergangenen Woche mit dem Chemiekonzern BASF besiegelt hatten.

Avantium und ING wollten sich nicht äußern, KBC war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

BASF soll an dem Joint Venture mit dem Namen Synvina 51 Prozent halten, Avantium 49 Prozent. Zusammen wollen die beiden Unternehmen das Kunststoffvorprodukt Furandicarbonsäure (FDCS) herstellen und vermarkten. Die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Furandicarbonsäure ist der wichtigste Baustein für den Kunststoff Polyethylenfuranoat (PEF), den BASF und Avantium vermarkten wollen. PEF soll gegenüber herkömmlichen Kunststoffen eine verbesserte Dichtigkeit gegenüber Kohlendioxid und Sauerstoff haben und deshalb vor allem für Lebensmittelverpackungen geeignet sein und zu einer längeren Haltbarkeit der verpackten Ware führen.

Derzeit produziert Avantium den Kunststoff, der vollständig wiederverwertbar sein soll, auf Basis pflanzlichen Zuckers. Im Laufe der Zusammenarbeit soll am BASF-Verbundstandort im belgischen Antwerpen eine Referenzanlage zur FDCS-Produktion mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 50.000 Tonnen errichtet werden. In die Anlage soll ein mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag investiert werden.

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