Samsung: Zentralbank sieht Konjunktur gefährdet

Laut der koreanischen Zentralbank könnte die Konjunktur des Landes von dem Konflikt um Samsung berührt werden. Das Wachstum sei jedoch nicht betroffen.

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Das Debakel um brennende Samsung-Smartphones wird der südkoreanischen Zentralbank zufolge keine größeren Bremsspuren in der heimischen Wirtschaft hinterlassen. „Wir können nicht ausschließen, dass die Konjunktur davon berührt wird“, sagte Notenbank-Experte Chang Min am Donnerstag. „Aber wir gehen nicht davon aus, dass dies das Wirtschaftswachstum dämpfen wird.“ Samsung produziere etwa 400 Millionen Handys im Jahr, in Südkorea würden aber weniger als 30 Millionen davon hergestellt.

Finanzminister Yoo Il Ho hatte zuvor die Sorge geäußert, dass das Note-7-Debakel auf die Exporte durchschlagen könnte. „Wenn sie das Model dauerhaft zurückziehen, wird das einen negativen Einfluss auf die Exporte haben“, sagte er.

Das Desaster mit Bränden beim Smartphone-Flaggschiff Galaxy Note 7 verhagelt Samsung das dritte Quartal. Der Konzern teilte am Mittwoch mit, dass beim operativen Gewinn von Juli bis September mit umgerechnet knapp 2,1 Milliarden Euro weniger zu rechnen sei. Damit dürfte das Ergebnis des Smartphone-Weltmarktführers zum Vorjahr um 30 Prozent einbrechen. Samsung geht zudem von weniger Umsatz aus. Der Verkauf der rund 800 Euro teuren Geräte wurde dauerhaft gestoppt. Der Versuch, defekte Geräte auszutauschen, war zuvor gescheitert: Auch Ersatzhandys fingen Feuer.

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