New York: Wahl-Leiter warnt vor massivem Wahl-Betrug

Der Wahlleiter von Manhattan fällt ein vernichtendes Urteil über das Wahlsystem in New York. Es bestehe die Gefahr von Manipulationen im großen Stil.

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New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit Hillary Clinton. (Foto: dpa)

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit Hillary Clinton. (Foto: dpa)

In einem heimlich mitgeschnittenen Video fällt der Wahlleiter der Demokraten für den Bezirk Manhattan, Alan Schulkin, ein vernichtendes Urteil über das Wahlsystem des Bundesstaates. Demzufolge würden in einigen Stadtteilen New Yorks gezielt Bürger in Bussen von Wahllokal zu Wahllokal gefahren, damit sie ihre Stimme mehrfach abgeben können, berichtet die New York Post. In einigen Stadtteilen „fahren sie die Leute herum, um zu wählen…Sie stecken sie in einen Bus und fahren von Wahllokal zu Wahllokal“, sagt Schulkin in dem Video.

Von dem Interviewer gefragt, um welche Stadtteile es sich dabei handele, sagte Schulkin. „Das möchte ich nicht sagen.“ Als der Fragesteller auf Stadtteile mit mehrheitlich schwarzer oder hispanischer Einwohnerschaft verwies, sagte Schulkin: „Ja, und chinesische auch.“

Auch bezüglich der Briefwahl gebe es große Ungereimtheiten, sagte der Wahlleiter. „Oh, es gibt inzwischen tausende Briefwahlen. Ich weiß nicht, woher die kommen.“

Das Wahlausweis-Programm des regierenden Bürgermeisters von New York, Bill de Blasio, kritisierte Schulkin scharf, es ermögliche alle Arten von Betrug. „Er gab Ausweiskarten heraus, de Blasio. Dies anstelle von Führerscheinen, aber man kann sie für alle möglichen Dinge benutzen. Aber sie haben die Leute nicht überprüft, um zu wissen, wer diese wirklich sind. Jeder kann da reingehen und sagen: ‚Hallo, ich bin Joe Smith, ich möchte eine ID-Karte‘. Es ist absurd. Es gibt da viel Betrug. Nicht nur Wahlbetrug – jegliche Art von Betrug…das ist der Grund, warum ich von Jahr zu Jahr konservativer werde.“

Angesprochen auf die Tatsache, dass Wähler ihr Gesicht verschleiern können – was sich offensichtlich auf eine in New York stattfindende Debatte um Burkas bezieht – sagte Schulkin: „Die Muslime können das auch tun. Sie wissen dann nicht, wer wählt. Ich weiß, dass das alles mit guten Absichten geschieht, aber viele schlechte Resultate bringt.“

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