Ukraine: Rechtsextreme gründen eine offizielle Partei

Die Rechtsextremen in der Ukraine haben eine neue Partei gegründet. Eines ihrer Ziele ist die Rückeroberung aller Gebiete im Donbass.

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Am 14. Oktober finden in Kiew jährlich Aufmärsche zu Ehren der „Ukrainische Aufständischen Armee“ (UPA). Die Kundgebungen werden vom Rechten Sektor und der Asow-Miliz organisiert. (Foto: dpa)

Am 14. Oktober finden in Kiew jährlich Aufmärsche zu Ehren der „Ukrainische Aufständischen Armee“ (UPA). Die Kundgebungen werden vom Rechten Sektor und der Asow-Miliz organisiert. (Foto: dpa)

Mitglieder des rechtsextremen Freiwilligenbataillons Asow in der Ukraine haben eine neue Partei gegründet. Der Asow-Kommandeur und Abgeordnete Andrej Bilezki wurde am Freitag in Kiew zum Vorsitzenden der „Nationalkorps“ getauften Bewegung gewählt, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Als Ziel gab die neue Partei aus, die umkämpften Gebiete in der Ostukraine zurückzuerobern.

„Wir wollen, dass die Ukraine zu den Ideen des ukrainischen Patriotismus und des Nationalismus zurückkehrt“, sagte Bilezki bei dem Treffen in der ukrainischen Hauptstadt vor etwa 300 Anhängern. Neben Soldaten des Freiwilligenbataillons, das im Osten des Landes gegen die prorussischen Rebellen kämpft, wollen sich auch Veteranen der neuen Partei anschließen.

Das Asow-Bataillon, dem neben ukrainischen Rechtsextremen auch Neonazis aus dem europäischen Ausland angehören sollen, kämpfte in der Ostukraine an der Seite der Regierungstruppen, bevor es in die regulären Streitkräfte eingegliedert wurde. In dem Konflikt wurden seit April 2014 bereits mehr als 9600 Menschen getötet.

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