Investitionen in alternative Energien brechen weltweit ein

Die weltweiten Investitionen in alternative Energien sind im dritten Quartal eingebrochen. Europa, China und Japan fahren ihre Engagements zurück.

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Die Windkraft gehört zu den wichtigsten regenerativen Energiequellen. (Foto: dpa)

Die Windkraft gehört zu den wichtigsten regenerativen Energiequellen. (Foto: dpa)

Die Investitionen in regenerative Energiequellen wie beispielsweise Wind und Sonne sind im dritten Quartal weltweit unerwartet stark zurückgegangen. Wie Bloomberg berichtet, sind die Investitionen im Vergleich zum dritten Quartal 2015 um 43 Prozent auf insgesamt 42,4 Milliarden Dollar abgesackt, berichtet Bloomberg. Vor allem in Europa, China und Japan sei die Nachfrage nach alternativen Energiequellen deutlich zurückgegangen.

Der Londoner Beratungsfirma Bloomberg New Energy Finance zufolge hätten mehrere Regierungen ihre Subventionen zurückgefahren und die Marktpreise für Ökostrom seien gefallen. Zu den Gründen der akuten Schwäche gehöre auch, dass die Investitionen in Windenergie im ersten Halbjahr vergleichsweise stark gewesen seien. Die gesamten Investitionen in diesem Jahr würden jedoch deutlich unter den 348,5 Milliarden Dollar aus dem vergangenen Jahr liegen. „Die Ergebnisse des dritten Quartals sind besorgniserregend niedrig, sogar vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Tendenz des laufenden Jahres. Schlüsselmärkte wie China und Japan pausieren gerade, um Luft zu holen“, wird aus einem Bericht der Beratungsfirma zitiert.

Auch die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge den Windkraft-Ausbau in Norddeutschland stark drosseln. Der Grund dafür seien Verzögerungen beim Ausbau der Stromnetze, berichteten Medien unter Berufung auf einen Verordnungsentwurf der Bundesnetzagentur. So sollen in Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns nur noch jährlich Windräder mit einer Gesamtleistung von 902 Megawatt installiert werden. Die Regelung solle bis Ende 2020 gelten und dann automatisch außer Kraft treten. In den betroffenen Regionen wurden zuletzt die meisten neuen Windparks errichtet. Insgesamt sollten jährlich bundesweit Windräder mit einer Leistung von 2500 Megawatt per Ausschreibung vergeben werden. An der Börse kam der Bericht bei Anlegern schlecht an: Die Aktien des Windturbinenbauers Nordex gaben am Dienstag deutlich nach.

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