Ohne EU: Großbritannien will Handel mit den USA ausbauen

Die USA und Großbritannien möchten nach dem Ende von TTIP ihre Handelsbeziehungen vertiefen.

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Boris Johnson. (Foto: dpa)

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Donald Trump mit Nigel Farage in Mississippi. (Foto: dpa)

Donald Trump mit Nigel Farage in Mississippi. (Foto: dpa)

Bei einem Telefongespräch zwischen dem neuen US-Präsidenten Donald Trump und der britischen Premierministerin Theresa May am 10. November lud Trump May so bald wie möglich ins Weiße Haus ein und nannte Großbritannien einen „ganz besonderen Ort“. Trump will die besondere Beziehung zwischen Großbritannien und den USA, die sich in den 1980er Jahren zwischen Ronald Reagan und Margaret Thatcher entwickelt hatte, wiederbeleben, berichtet der EUObserver.

Trumps Großmutter wurde in Schottland geboren.

May hingegen sagte während des Gesprächs, dass sie den bilateralen Handel und die Investitionen nach dem angestrebten Brexit stärken möchte. Der britische Außenminister Boris Johnson hatte zuvor die Trump-Kritiker dazu aufgerufen mit dem Herumgejammere aufzuhören und positiv über die neuen Möglichkeiten nachzudenken. Tatsächlich hat Trumps Wahl die britischen Hoffnungen für einen Freihandel mit den USA bestärkt.

Obama hatte zuvor gesagt, dass die USA nach einem Brexit „irgendwann“ ein neues Freihandelsabkommen mit Großbritannien schließen könnte. „Aber unser Hauptinteresse gilt dem großen Block, der EU. Wenn Großbritannien alleine wäre, stünde es in der Schlange ganz hinten“, so Obama.

Doch Trump ist gegen das Freihandelsabkommen TTIP. May stand Trump vor ihrer Ernennung als Premierministerin kritisch gegenüber. May hatte keinerlei Kontakte zum Trump-Lager. Trotzdem könnte sie sich in der Stärkung ihres Verhältnisses mit Trump auf UKIP-Chef Nigel Farage verlassen.

Farage ist der britische Politiker mit den besten Beziehungen zu Trump. Er arbeitete als Trump-Berater während der Wahl-Kampagne und trat sogar einmal bei einer Trump-Kundgebung als Redner auf. Farage hat sich in einem Interview mit dem Talksport Radio bereit erklärt, als Vermittler zwischen der britischen Regierung und Trump zu agieren.

Farage war auch der erste britische Politiker, der Trump nach dessen Wahlsieg in New Yirk traf:

Farage bezieht unverändert ein Gehalt von europäischen Steuerzahler als EU-Abgeordneter. Auch seine Frau wird von den Steuerzahlern finanziert, sie arbeitet offiziell als Farages Sekretärin.

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