Technologie

Google schafft weltweites Mobilfunknetz ohne Roaming-Gebühren

Lesezeit: 1 min
09.04.2015 11:24
Google verhandelt mit dem Anbieter Whampoa, um ein weltweites Mobilfunknetz zu betreiben. Der Internet-Konzern will dabei Mobilfunk und Internet überall zum gleichen Preis anbieten und somit Roaming-Gebühren abschaffen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Google will ein weltweiter Mobilfunkanbieter werden. Dazu steht der Konzern in Verhandlungen mit dem Betreiber Whampoa. Wie der britische Telegraph berichtet, sollen dabei Sprachtelefonie, mobiles Internet und Textnachrichten für alle Nutzer unabhängig von ihrem Standort weltweit zum gleichen Preis verfügbar sein. Roaming-Gebühren soll es nicht geben.

Hutchison Whampoa aus Hongkong betreibt unter der Marke 3 (Three) Mobilfunknetze in Österreich, Dänemark, Großbritannien, Irland und Italien und ist auch in Australien, Hongkong, Macau Indonesien, Vietnam und Sri Lanka aktiv. Vor kurzem hatte der Konzern zudem für 13,75 Milliarden Euro O2 in Großbritannien gekauft.

Der Konzern sei ein geeigneter Partner für Google, weil das Unternehmen bereits versucht habe, weltweit für seine Kunden Roaming-Gebühren abzuschaffen. Dies hatten auch EU-Politiker immer wieder versprochen, bisher aber gegen den Widerstand der großen Telekom-Firmen nicht durchgesetzt.

Google hatte sein Mobilfunkprojekt Nova auf dem Mobile World Congress 2015 in Barcelona offiziell angekündigt, nach eigenen Angaben aus Frustration über die langsamen Mobilfunkanbieter, die wie der Vodafone-Chef Innovationen an höhere Preise knüpfen. In einem eigenen Netz will Google Innovationen schneller umsetzen und den etablierten Betreibern wie AT&T und Verizon Druck machen, den Netzausbau vorantreiben, die Preise für Mobilfunktarife senken und Roaming-Gebühren abschaffen, damit die mobile Internetnutzung von Reisenden zunimmt.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Beziehungen sind keine Einbahnstraße: Was China von Deutschland benötigt
22.06.2024

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) besucht gerade China, um auf gut Wetter beim Thema Strafzölle zu machen - Stichtag in der EU...

DWN
Finanzen
Finanzen Erben und Vererben - steuerliche Aspekte im Überblick
22.06.2024

Erbschaften und Schenkungen sind in Deutschland nicht nur mit emotionalen, sondern auch mit steuerlichen Herausforderungen verbunden....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Seltene Erden: Gigantisches Vorkommen in Norwegen entdeckt
22.06.2024

Im Süden Norwegens wurde ein bedeutender Rohstofffund gemacht. In einem urzeitlichen Vulkanschlot entdeckten Geologen das größte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chinas Elektroriese BYD: Das Geheimnis des Erfolgs von Wang Chuanfu
22.06.2024

BYD hat Tesla als größten Hersteller von Elektroautos abgelöst, und hinter diesem Erfolg steht Wang Chuanfu. Während Elon Musk weltweit...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft OECD: Geburtenrate hat sich innerhalb von 60 Jahren halbiert
22.06.2024

Starker Geburtenrückgang: In Deutschland und anderen Ländern bekommen Frauen deutlich weniger Kinder als früher. Das hat gravierende...

DWN
Technologie
Technologie Fraunhofer-Institut: Elektro-Lastwagen bald wettbewerbsfähig
22.06.2024

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts könnten Batterie-Lastwagen schon bald kostentechnisch mit Diesel-Lkw mithalten. Der Hauptfaktor...

DWN
Technologie
Technologie Digitalisierung im Gesundheitswesen lahmt weiterhin
22.06.2024

Obwohl in Deutschland das Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digital-Gesetz/DigiG) Ende 2023...

DWN
Politik
Politik Der Chefredakteur kommentiert: Keine Hausaufgaben mehr? Die Grünen und ihr verhängnisvoller Irrweg
21.06.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...