Politik

US-Wahlkampf: TV-Spots haben jeden Kandidaten eine Milliarde Dollar gekostet

Lesezeit: 1 min
04.11.2012 01:10
Der amerikanische Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney haben Milliarden Dollar in TV-Werbespots gesteckt. Sachfragen wurden in den Spots kaum gestreift - das Geld wurde vor allem für eine heftige Schlammschlacht genutzt.
US-Wahlkampf: TV-Spots haben jeden Kandidaten eine Milliarde Dollar gekostet

Mehr zum Thema:  
USA >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  

Vor der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag zeichnet sich noch keine klare Entscheidung ab. Der amtierende demokratische Präsident Barack Obama liegt bei 47 Prozent, sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney bei 46 Prozent, so berichtet Reuters am Samstag. Allerdings hatte eine Umfrage erst kürzlich ergeben, dass es der komplizierten Wahlarithmetik wegen zu einem Erdrutsch-Sieg für Obama kommen könnte (mehr hier).

In jedem Fall hat der Wahlkampf beide Kandidaten Milliarden gekostst: Seit Romneys Nominierung als Kandidat der Republikaner im April wurden über eine Million Wahlwerbespots gesendet, so Bloomberg. Die Kontrahenten haben dafür etwa eine Milliarde Dollar ausgegeben. Der weitaus größte Teil der Werbespots wirbt nicht etwa für die eigene Politik, sondern konzentriert sich darauf, den Gegner in ein schlechtes Licht zu rücken. 87 Prozent der Wahlwerbespots hatten einen „negativen Ton“, nur 13 Prozent einen „positiven Ton“. Romney wurde vor allem charakterliche Schwäche vorgeworfen. Obama wurde für seine verschwenderische Politik und den massiven Einsatz der Gelddrucker-Pressen kritisiert.

Dabei ist das Klima im Land deutlich aufgeheizter alsbei vergangenen Wahlgängen. Bei der aktuellen Stimmung im Land bestehe sogar die Gefahr, sozialer Unruhen, urteilt der Finanzblog Zerohedge. Für Aufsehen sorgte am Freitag ein Scherz von TV-Moderator Bill Maher: „Wenn du vorhast, für Mitt Romney zu stimmen, möchte ich dich um eins bitten: Schwarze Menschen wissen, wer du bist, und sie werden dir nachstellen.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
USA >

DWN
Finanzen
Finanzen Unerwartete Renaissance: Briten setzen verstärkt auf Bargeld

Die Briten haben dem Bargeld zu einer unerwarteten Renaissance auf der Insel verholfen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ohne den Dollar: Indien bezahlt massive Kohle-Importe in anderen Währungen

Indiens Unternehmen importieren massiv Kohle aus Russland, und die Zolldaten zeigen, dass sie diesen wichtigen Rohstoff heute kaum noch in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Öl-Durchfluss durch Druschba-Pipeline gestoppt - Hoffen auf Kompromiss

Der Durchfluss durch die Süd-Route der wichtigen Druschba-Pipeline wurde gestoppt. Offenbar haben sich die Beteiligten nun auf einen...

DWN
Politik
Politik Alarmstufe Rot: Russland will ukrainisches Atomkraftwerk vom Netz nehmen

Russland will offenbar das Atomkraftwerk Saporischschja vom Netz nehmen. Mit dem Strom soll anschließend die Krim versorgt werden. Die...

DWN
Politik
Politik Schwere Eskalation im Streit zwischen EU-Kommission und Polen

Der Streit zwischen EU-Kommission und Polen eskaliert. Von „Oligarchie“, „Imperialismus“ und einer Neuordnung der Beziehungen ist...

DWN
Politik
Politik Lindner will Steuerentlastung: Topverdiener profitieren am meisten

Der Finanzminister hat angesichts der hohen Preise eine Steuersenkung angekündigt. Jetzt legt er seine Pläne vor. Kritik gibt es auch...

DWN
Politik
Politik Aufschrei nach FBI-Razzia: Republikaner stellen sich hinter Trump

Nach der umstrittenen Razzia des FBI stellen sich die Republikaner hinter Trump – und seine Kandidaten gewinnen erneut Wahlen.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Umverteilung von Nord nach Süd nimmt Fahrt auf

Die EZB hat erneut viele Milliarden Euro in die hoch verschuldeten Staaten im Süden der Eurozone gepumpt. Dies geschieht auf Kosten von...