Politik

Erdogan expandiert: Türkei kauft sich in irakische Gasfelder ein

Lesezeit: 1 min
13.12.2015 03:43
Die Türkei hat sich in mehrere Gasfelder im kurdischen Nordirak eingekauft. Das Land will sich unabhängiger von Energieimporten machen. Zu diesem Zweck kooperiert sie mit der kurdischen Autonomie-Regierung.
Erdogan expandiert: Türkei kauft sich in irakische Gasfelder ein
Zahlreiche Öl- und Gasfelder befinden sich im Nordirak. (Grafik: EIA, DWN)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Ankara und die Autonome Region Kurdistan im Nordirak (KRG) haben sich darauf geeinigt, gemeinsam Gas zu fördern. Der staatliche türkische Öl-Riese TPAO hat 80 Prozent der Gasfelder in Soman, Hindren und Arbat erworben, berichtet die Zeitung Vatan. Zudem wird die TPAO 40 Prozent des Gases, das in Pulkana, Jebel Kand und Halakan gefördert wird, erhalten. TPAO wird in den kommenden zwei Jahren 1,5 Milliarden Dollar in die Gasindustrie des kurdischen Irak investieren. Die ersten Gaslieferungen werden ab Ende des kommenden Jahres starten. Die Türkei will sich mit diesem großangelegten Projekt unabhängiger von Energie-Importen machen und ihren Energieträgerzustrom weitgehend selbst kontrollieren.

Unsere jährlichen Ausgaben für Energieträger aus dem Ausland betragen 50 Milliarden Dollar. Die Türkei möchte bis zum Jahr 2023 unter die ersten zehn Industriestaaten aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir angemessene Energiepreise ansetzen (…) Stabile Märkte sind nicht nur aus wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch aus Sicht der nationalen Sicherheit wichtig“, zitiert der staatliche türkische Sender TRT den Vorsitzenden des Energie-Clubs der renommierten Bosporus-Universität, Mehmet Öğütçü.

Der kurdische KRG-Präsident Massoud Barzani ist am Mittwoch nach Ankara gereist, um sich mit seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan zu treffen. Barzani will mit der Türkei kooperieren, um das kurdische Gas über die Türkei auf den Weltmarkt zu bringen, berichtet die kurdische Nachrichtenagentur Rudaw.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Warum die Sanktionen des Westens an Russland abprallen

Analysten sind überrascht, dass die Sanktionen des Westens der russischen Wirtschaft kaum Schaden zufügen. Russland war offenbar gut auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Mit Vorsatz in den nächsten Crash

Die Fed befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die...

DWN
Technologie
Technologie Wenn Russland den Hahn zudreht: "Dann gnade uns Gott"

Kernenergie, sagt der Diplomingenieur für Kernenergetik, Manfred Haferburg, ist sicher. Die deutsche Energiewende hingegen sieht er...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Nach Niederlage in Mariupol: Ukraine fürchtet russische Offensive im Donbass

Nachdem die russischen Truppen die Hafenstadt Mariupol erobert haben, befürchtet die Ukraine nun eine Offensive im nahegelegenen Donbass.

DWN
Deutschland
Deutschland ADAC startet bundesweite Fahrrad-Pannenhilfe

Pannenhilfe und individuelle Mobilität stehen für den ADAC weiterhin an erster Stelle. Nun auch, wenn ein Mitglied mit dem Fahrrad...

DWN
Deutschland
Deutschland Beschwerden wegen IBAN-Problemen halten an

SEPA wurde vor fünf Jahren eingeführt, damit man schnell Geld ins Ausland überweisen kann. Doch die Beschwerdestelle zu IBAN-Problemen...

DWN
Deutschland
Deutschland Andrij Melnyk: Der Mann mit dem Zeigefinger

Der ukrainische Botschafter mag noch so sehr im Recht sein - er läuft Gefahr, potentielle Unterstützer zu verprellen.