Politik

Start-up-Milliardärin Elizabeth Holmes verliert gesamtes Vermögen

Lesezeit: 1 min
02.06.2016 11:57
Die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt ist offenbar pleite. Einem Bericht zufolge ist Elizabeth Holmes Vermögen auf null geschrumpft. Dem einstigen Star der in Technologie-Blogs droht zudem Ärger mit der Börsenaufsicht und der Justiz.
Start-up-Milliardärin Elizabeth Holmes verliert gesamtes Vermögen
Elizabeth Holmes bei einem Vortrag. (Screenshot)
Foto: Nicole Oppelt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

4,5 Milliarden Dollar sind futsch: Die einstige Start-up-Milliardärin Elizabeth Holmes hat nach Berechnungen des US-Magazins Forbes ihr gesamtes Vermögen verloren. Es liege jetzt bei Null, berichtete das Magazin am Mittwoch. Noch vor einem Jahr hatte Forbes die Gründerin der mittlerweile ins Trudeln geratenen Blutanalyse-Firma Theranos als jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt bezeichnet und auf 4,5 Milliarden Dollar (vier Milliarden Euro) taxiert.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Holmes hält 50 Prozent der Anteile an Theranos, so die AFP. Dies führte zu der Milliardenschätzung von Forbes im vergangenen Jahr - und nun auch zu der drastischen Herabstufung. Bei der jüngsten Einwerbung von Investitionen sei das Unternehmen zwar mit neun Milliarden Dollar bewertet worden, doch „800 Millionen Dollar ist realistischer“, urteilte Forbes. Da Holmes nur gewöhnliche Anteilsscheine und keine Vorzugsaktien besitze, müsse sie sich hinten anstellen, wenn es Geld zu verteilen gebe.

Theranos hatte mit dem Versprechen für Furore gesorgt, an einer geringen Menge Blut zahlreiche medizinische Tests durchführen zu können. Das Wall Street Journal begann jedoch im Oktober 2015 mit einer Artikelserie, in der die Zuverlässigkeit der verwendeten Technologie in Frage gestellt wurden. Zudem kann demnach nur ein kleiner Teil der von Theranos versprochenen mehr als 200 Tests tatsächlich vorgenommen werden.

Inzwischen befasst sich auch eine Abteilung der US-Gesundheitsbehörde CMS mit dem Fall. Ende Januar erklärte sie, die Praktiken von Theranos seien eine „direkte Gefahr für die Gesundheit und die Sicherheit von Patienten“. Die Behörde drohte damit, dem Unternehmen die Bluttests zumindest vorübergehend zu verbieten. Das Verfahren läuft noch.

Daneben ist Theranos im Visier der US-Börsenaufsicht SEC sowie von Ermittlern in Kalifornien. Hier geht es um möglichen Investorenbetrug. Außerdem drohen Theranos auch Sammelklagen von Patienten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende gefährdet Unternehmensschulden: Die Risiken lauern im Verborgenen

Die Zinsen steigen und die Wirtschaft kühlt sich ab. Können die US-Unternehmen ihre massiven Schuldenberge dennoch abtragen oder droht...

DWN
Deutschland
Deutschland EU-Kommissar fordert Laufzeitverlängerung für deutsche AKW - und warnt Berlin

Ein hochrangiger EU-Kommissar fordert eine Laufzeitverlängerung der letzten aktiven Kernkraftwerke in Deutschland.

DWN
Finanzen
Finanzen Wie eine Familienstiftung vor staatlicher Enteignung schützt

Parteien und Gewerkschafter fordern immer wieder eine Vermögensabgabe. Wer sich davor schützen möchte, dem raten Experten zu einer...

DWN
Politik
Politik Niederlande: Massenproteste gegen neue Klima-Vorschriften der Regierung

Seit Tagen protestieren Landwirte und Fischer in den Niederlanden gegen neue Klima-Vorschriften der Regierung.

DWN
Deutschland
Deutschland Trotz hoher Preise: Deutsche Fleischindustrie beklagt große Einbußen

Während die deutsche Fleischindustrie große Einbußen erlitt, stiegen die Preise für Fleisch und Fleischwaren stark an. Jetzt muss der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rezession in Europa: Der „Abschwung ist eingeläutet“

Europa und namentlich die Eurozone sind die großen Verlierer der Verwerfungen auf den Energiemärkten und in der Weltpolitik - und Opfer...

DWN
Deutschland
Deutschland Bauern stöhnen unter der großen Hitze: Regionale Ernteausfälle in Deutschland

Die Hitzewelle zwingt Bauern in mehreren Regionen Deutschlands zu einer Not-Ernte ihres Getreides