Tages- und Festgeldrechner präsentiert von ZINSPILOT

 

Absturz der Apple-Aktien könnte zu Crash an der Wall Street führen

Lesezeit: 1 min
16.11.2012 13:04
800 Hedge Fonds haben Milliarden in Apple-Aktien investiert. Der heftige Rückgang des Kurses bereitet den Spekulanten nun mehr schlaflose Nächte als der drohende Schulden-Kollaps des US-Haushalts.

Aktuell: EU eröffnet Flohmarkt für gebrauchte Panzer und Kampfjets

Apple Aktien fielen auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Seit September hat die Marke 25 Prozent ihres Wertes verloren, da Hedge Fonds Panik-Verkäufe starteten. „Händler suchen panisch nach einer Möglichkeit, Apple-Aktien abzustoßen“, sagte David Greenberg des Finanzberatung Greenbeg Capital einem Bericht von CNBC zufolge. Dies geschehe, um die Gewinnmarge möglichst hoch zu halten. Ein weiterer Absturz ist nicht mehr auszuschließen.

Der Grund die Reaktion der Börse liegt unter anderem in den geringen Absatzzahlen für das neue I-Phone 5. Die Apple-Produkte sind mittlerweile so ausgereift, dass nicht unbedingt jedes Jahr ein neues Gerät angeschafft werden muss. Apple hat in den letzten Jahren mit den Modellen iPhone 4, 4s  und den Tablets den Elektronikmarkt gut bedient. Auch der neue iPod Nano muss seinen Platz auf dem heißumkämpfen Elektromarkt erst noch finden.

Um weiterhin seinen Erfolgskurs fortsetzen zu können, benötigt der Konzern neue Kunden. Diese sind ihm nun ausgegangen, was sich auch an der Börse niederschlägt. Der Wertverlust der Aktie ist Ausdruck davon, dass dem Konzern neue Anleger fehlen. Viele der Hedgefonds, die Milliarden in die Apple-Aktie investiert und den Kurs mit nach oben getrieben haben, versuchen nun, Gewinne einzufahren, solange sie noch können. Das löst Panik auf dem Finanzmarkt aus, die sich nur durch neues Geld und neue Anleger schnell wieder legen kann.

Experten glauben jedoch nicht daran, dass die Talfahrt von Apple noch lange anhalten wird. Viel wahrscheinlicher erscheint, dass der EDV-Hersteller sich von einem Innovationsunternehmen mit exponentiellen Gewinnchancen zu einem Unternehmen mit einer linearen Gewinnkurve transformiert. Dabei muss Apple nicht unbedingt seinen Kultstatus im Bereich der Smart-Phones und Tablets einbüßen. Der Konzern kann immer noch langfristig einen hohen Kurs halten.

Der neuen Führung um Konzern-Chef Tim Cook wird zwar Kompetenz zugesprochen, allerdings liege „sein Schwerpunkt im Bereich der Materialbeschaffung und der Ingenieurswissenschaft, nicht im Bereich der Innovation“, sagte Investmentexperte Stephen Weiss. „Wer soll den Laden also wieder nach vorne bringen?“ Im Patentstreit mit HTC und Samsung hat Apple zwar gute Aussichten, seine Innovationen rechtlich gegen Konkurrenten abschirmen zu können. Viel wichtiger für das Unternehmen ist jedoch die Antwort auf die Frage: was kommt nach dem iphone?

Weitere Themen:

Frankreich schlägt zurück: „Sind nicht der kranke Mann Europas“

Krieg in Nahost eskaliert: Israel erwägt Mobilmachung von 30.000 Soldaten

Schock: Niederlande rutscht in die Rezession


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Ratsmitglied deutet erstmals Aktienkäufe durch die Zentralbank an

Erstmals hat ein Mitglied des EZB-Rats öffentlich die Möglichkeit angedeutet, dass die Zentralbank künftig auch Aktien in ihre Bilanz...

DWN
Finanzen
Finanzen Aramco in Schwierigkeiten: Roadshows in London und New York gestrichen

Die Aussichten für einen Börsengang des saudischen Riesenkonzerns Aramco im Ausland schwinden weiter. Nachdem Aramco seine ehrgeizige...

DWN
Politik
Politik Epstein-Skandal: Fernseh-Interview wird für Prinz Andrew zum Fiasko

Prinz Andrew gerät im Zuge des Prostitutionsskandals um den inzwischen verstorbenen Jeffrey Epstein unter starken öffentlichen Druck.

DWN
Politik
Politik Ein Jahr „Gelbwesten“: Auf dem Globus tobt eine gewaltsame Protestwelle

Ein Jahr nach den ersten Protesten der sogenannten "Gelbwesten" in Frankreich toben in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt schwere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Argentinien steht kurz vor dem Staatsbankrott: Auch deutsche Lebensversicherer betroffen

Die Schuldensituation Argentiniens verschlechtert sich seit Jahren. Kurz nach der Bereitstellung einer weiteren Kreditlinie durch den IWF...

DWN
Deutschland
Deutschland Altmaier verteidigt Abstandsregeln: Windkraftgipfel geht ohne Ergebnisse zu Ende

Das Treffen zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und Vertretern der Windkraftbranche ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Politik...

DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde beschwert sich über die Undankbarkeit der Sparer

EZB-Chefin Lagarde beschwert sich darüber, dass die Sparer gegen Negativzinsen sind. Die Sparer sollten schon glücklich sein, wenn sie...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Vizepräsident: „Die Nebeneffekte unserer Geldpolitik nehmen zu“

Dem Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank zufolge sind die Nebeneffekte der ultralaxen Geldpolitik auf dem Vormarsch. Bei diesen...

DWN
Politik
Politik Illegal eingereister Clanchef klagt gegen abgelehnten Asylantrag und neuerliche Abschiebung

Ein bereits abgeschobener und illegal wiedereingereister Krimineller klagt gegen die neuerliche Ablehnung seines Asylantrags. Daneben hat...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Königin bringt Anleger um Milliarden und taucht unter

Die Gründerin der Betrugs-Kryptowährung OneCoin ist nach der Aufdeckung des Skandals untergetaucht. Ihr Bruder, der gestanden und...

DWN
Technologie
Technologie Bundesregierung will Bau tausender neuer Funkmasten mit Werbe-Initiative begleiten

Die Bundesregierung strebt eine vollständige Abdeckung Deutschlands mit dem neuen 5G-Netz an. Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich...

DWN
Politik
Politik Streit um EU-Erweiterung: Finnland schmettert Reformvorschlag aus Frankreich ab

Die Frage der EU-Erweiterung auf dem Balkan spaltet die Staaten der Gemeinschaft. Frankreich hat nun versucht, einen siebenstufigen...

DWN
Technologie
Technologie Zahl der Bitcoin-Geldautomaten weltweit steigt stark an

Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Bitcoin-Geldautomaten weltweit um rund 50 Prozent auf über 6.000 Maschinen angestiegen.

DWN
Politik
Politik Ungarischer EU-Kommissar will die EU gegen Orban verteidigen

Der designierte ungarische EU-Erweiterungskommissar Oliver Varhelyi verspricht, dass er keine Anweisungen von Ungarns Staatspräsident...

celtra_fin_Interscroller