Finanzen

Sicheres Geld: FBI kommt nicht an Bitcoin-Vermögen

Lesezeit: 1 min
10.10.2013 01:50
Nach der Razzia bei der Bitcoin-Plattform Silk Road versucht das FBI derzeit ohne Erfolg, an das Bitcoin-Vermögen des Betreibers zu kommen. Immerhin handelt es sich dabei um Bitcoins im Wert von rund 80 Millionen Dollar. Aber das Konto des Betreibers ist einfach zu gut verschlüsselt.
Sicheres Geld: FBI kommt nicht an Bitcoin-Vermögen

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Anfang Oktober nahm das FBI den Betreiber der Bitcoin-Börse Silk Road in Gewahrsam. Ihm wird vorgeworfen, Geldwäsche und Drogenhandel über das Portal getätigt zu haben. Doch schon wenige Tage nach der Razzia und der Festnahme von dem Betreiber Ulbricht, muss das FBI die erste Schlappe hinnehmen.

Die Ermittler scheiterten bei dem Versuch, Ulbrichts Bitcoin-Vermögen zu konfiszieren. Ulbricht besitzt rund 600.000 Bitcoins was derzeit in etwa 80 Millionen Dollar sind. Die von Ulbricht gehaltenen Bitcoins entsprechen immerhin ungefähr fünf Prozent aller derzeit existierenden Bitcoins. Die Bitcoins von Ulbricht befinden sich auf einem separat betrieben Konto. Dieses ist jedoch so gut verschlüsselt, dass bis dahin noch nicht darauf zugegriffen werden konnte, sagte ein FBI-Sprecher dem Forbes Magazine.

Da FBI konnte jedoch etwa 26.000 Bitcoins im Wert von rund 3,5 Millionen Dollar sicherstellen. Diese gehören Nutzern von Silk Road, die die Bitcoins von ihrem Konto bereits auf eine Art Ausführungskonto transferiert hatten. Nach Lieferung der gekauften Ware, sollten die Bitcoins an den Verkäufer überschrieben werden. Dieses Ausführungskonto machte es dem FBI einfacher, auf die Bitcoins zuzugreifen, berichtet zerohedge. Nach dem Zugriff transferierte das FBI dann die 26.000 Bitcoins auf ein eigens erstelltes Nutzerkonto.

Auf die Frage, was das FBI mit den Bitcoins machen werde, sagte der Sprecher, man werde sie herunterladen, speichern und bis zum Ende des Prozesses aufbewahren. Was danach passiere sei schwer zu sagen, da es eine neue Situation sei. „Wir werden sie wahrscheinlich liquidieren.“

Die Nutzer, deren Bitcoins beschlagnahmt wurden, werden ihr Geld wahrscheinlich nicht wieder sehen. Allerdings haben die User einen Weg gefunden, sich wenigsten ein bisschen am FBI zu rächen. Es gelang ihnen, das Konto des FBI auszumachen, das angelegt werden musste, um die Bitcoins zu transferieren. An diese Bitcoin Wallet überweisen die User kleinste Bitcoin-Beträge und heften beschimpfende Nachrichten an. Da die Überweisungen anonymisiert sind, kann das FBI keine Rückschlüsse auf die Personen hinter den Beschimpfungen ziehen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Blamage für Brüssel: US-Finanzministerin wischt Öl-Embargo gegen Russland vom Tisch

US-Finanzministerin Janet Yellen hat den Embargo-Diskussionen der Europäer einen schmerzhaften Dämpfer verpasst.

DWN
Finanzen
Finanzen Vorboten der Krise: Großinvestoren treten die Flucht ins Bargeld an

Große Fonds und Vermögensverwalter ziehen sich aus dem Aktienmarkt zurück und setzen zunehmend auf Cash.

DWN
Politik
Politik DWN AKTUELL: China hält Manöver vor Taiwan ab / USA bringen Flugzeugträger und Lenkwaffen-Schiffe in Stellung

Alle Augen sind derzeit auf die Ukraine gerichtet. Dabei spitzt sich die Lage in den Gewässern vor China gerade massiv zu.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Technologie
Technologie Liebherr entwickelt Roboter, der Maurer ersetzt

Der Baumaschinen-Produzent "Liebherr" entwickelt einen mobilen Roboter, der ein gesamtes Gebäude errichten kann.

DWN
Finanzen
Finanzen Dax deutlich im Minus: Anleger erwarten steigende Zinsen

Zins- und Rezessionsängste haben am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag für deutliche Verluste gesorgt.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland exportierte im letzten Jahr 300.000 Elektro-Pkw

Die Elektromobilität in Deutschland gewinnt an Schwung - auch dank Kaufprämie und Steuervorteilen. Die Exporte von Elektro-Pkw haben sich...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umsatz wächst und wächst: Lidl durchbricht Schallmauer

Der Discounter Lidl der Schwarz-Gruppe meldet verblüffende Zahlen.