Forscher entwickeln Lügendetektor mit 70 Prozent Trefferquote

Forscher haben einen neuen Lügen-Detektor entwickelt, der eine Erfolgsquote von 70-80 Prozent erreicht. Damit übertrifft der Ganz-Körper-Detektor die bisherigen Polygraphen, die lediglich in 55 Prozent der Fälle richtig deuten, ob eine Person die Wahrheit sagt. Die neue Treffsicherheit soll das Gerät auch im bisher skeptischen Europa etablieren.

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Britische und niederländische Forscher haben einen neuen Lügen-Detektor entwickelt, der eine Erfolgsquote von 70-80 Prozent erreicht. Damit übertrifft der Ganz-Körper-Detektor die bisherigen Polygraphen, die lediglich in 55 Prozent der Fälle richtig bestimmen, ob eine Person lügt oder die Wahrheit sagt. Die neue Erfindung soll in den kommenden Jahren weltweit in Polizeistationen die aktuellen Modelle ersetzen.

Wie der Guardian berichtet, funktioniert der neue Test als eine Art Ganz-Körper-Scanner, der durch verschiedene Sensoren am Körper auch kleinste Bewegungen erfasst und überwacht. Die Grundannahme ist, dass Lügner mehr zappeln und die Verwendung eines Ganzkörper-Anzugs diese Bewegungen registrieren und auswerten kann. Der Anzug enthält 17 Sensoren, die Bewegung bis zu 120-mal pro Sekunde in drei Dimensionen an 23 Gelenken registrieren. Die Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse ausführlich in einem Paper vor.

In den USA wird der Polygraph bereits seit Jahren zur Aufklärung von Kriminalfällen und zur Sicherheitsüberprüfung von Mitarbeitern bei FBI und CIA eingesetzt. In Europa hingegen wird der bisherige Lügendetektor-Test, der Veränderungen in Puls, Blutdruck und Atmung misst, kaum angewendet und auch nicht gerichtlich anerkannt Juristen wie Wissenschaftler zweifeln bisher an der Aussagekraft einer Maschine, deren Erfolgsquote mit 55 Prozent nur knapp über der Zufallstrefferquote lag.

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