Portugal unter Druck: Renditen für Staatsanleihen steigen

Portugal muss Geld am Kapitalmarkt leihen, um die Haushalts-Regeln der EU einzuhalten. Doch die Renditen der zehnjährigen Anleihen steigen deutlich. Das verteuert die Schuldenaufnahme enorm.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die portugiesische Regierung beobachtet die steigenden Risikoaufschläge für Staatsanleihen mit Unbehagen. „Wir sind besorgt“, sagte Finanzminister Mario Centeno am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. „Mit anderen Worten: Wir sind angesichts der Situation auf der Hut.“ Die Renditen für portugiesische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit waren diese Woche auf den höchsten Stand seit Oktober 2014 gestiegen, was die Schuldenaufnahme für das Land verteuert.

Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Haushaltsdefizit von 2,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, nachdem es 2015 rund 4,2 Prozent waren. Um die Lücke zu schließen, muss sie sich Geld am Kapitalmarkt leihen. Nur eine Ratingagentur rät Anlegern derzeit zu Investitionen in portugiesische Bonds. „Das ist eine Situation, die uns weniger Spielraum gibt als anderen Ländern“, sagte Centeno.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick