Ab Dienstag: Warnstreik im öffentlichen Dienst

Aufgrund von Tarifstreitigkeiten streikt der öffentliche Dienst ab Dienstag in mindestens fünf Bundesländern. Insbesondere Kitas bleiben geschlossen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Montag angesetzt.

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Mit Warnstreiks wollen die Gewerkschaften in mehreren Regionen Deutschlands ab diesem Dienstag ihren Tarifforderungen für den öffentlichen Dienst Nachdruck verleihen. So soll es einen Warnstreik und Protestaktionen bereits zum Auftakt in München und Nürnberg geben, außerdem in Bayern in Augsburg, Bayreuth, Marktredwitz, Regensburg und Schwandorf, wie die Gewerkschaft Verdi am Montag in München mitteilte.

Im niedersächsischen Peine hat Verdi zum Streikfrühstück aufgerufen. Auch die staatlichen Kitas in der Stadt sollen schließen. Kurzfristige Aktionen sind zudem unter anderen in Bremen, Stade und Lüneburg geplant. Der dbb Beamtenbund lädt in Bremerhaven zu einer Kundgebung.

Warnstreiks sind auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant. So sollen am Dienstag in der Region Leipzig mehrere Kitas in den Morgenstunden geschlossen bleiben.

Der kommunale Arbeitgeberverband VKA kritisierte die Ankündigungen als nicht nachvollziehbar. Insbesondere Kitas sollten nicht schon wieder bestreikt werden, so VKA-Präsident Thomas Böhle. Tatsächlich streikten Kita-Erzieher erst im vergangenen Jahr über Wochen. Damals ging es um die spezielle Gehaltstabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst und nicht wie jetzt um reguläre Tarifverhandlungen.

Verdi und der dbb fordern für die Beschäftigten von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber lehnen das als zu hoch ab. Ein weiterer strittiger Punkt ist die betriebliche Altersversorgung in den Kommunen. Städte und Gemeinden wollen hier Leistungseinschnitte. Die zweite Verhandlungsrunde ist für kommenden Montag (11. April) angesetzt.

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