Politik

Umfrage: Clinton büßt Vorsprung auf Trump ein

Lesezeit: 1 min
15.09.2016 18:09
Hillary Clinton hat auch bei CBS ihren Vorsprung auf Donald Trump eingebüßt. Diese Entwicklung ist von Interesse, weil CBS Clinton bisher offen unterstützt hat. Kleiner Trost für Clinton: EU-Präsident Schulz hat sich als ihr Fan geoutet, während er Trump als Problem für die ganze Welt bezeichnete.
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Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihr republikanischer Rivale Donald Trump liegen laut der jüngsten Umfrage in der Wählergunst nahezu gleichauf: Jeweils rund 42 Prozent der Wähler äußerten die Absicht, für Clinton beziehungsweise für Trump zu stimmen, wie die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage für den Sender CBS und die "New York Times" zeigte. Die Wahl wird am 8. November abgehalten.

Die Begeisterung im Lager Clintons ließ gegenüber dem Vormonat deutlich nach. Hatten im August noch 77 Prozent der eingeschriebenen demokratischen Wähler gesagt, sie seien recht begeistert oder sehr begeistert von der Kandidatin, so waren es neuerdings nur noch 64 Prozent. Der Prozentsatz der stark Begeisterten lag im Clinton-Lager nun bei 36, während er im Lager Trumps mit 43 deutlich darüber lag.

Für die Umfrage wurden die Angaben von 1753 US-Bürgern ausgewertet. Sie wurde zwischen dem 9. und 13. September abgehalten. Ein Teil der Wähler war also möglicherweise schon von den Nachrichten über einen Zusammenbruch beeinflusst, den Clinton bei der Gedenkfeier für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York erlitten hat.

Der Schwächeanfall nährte Spekulationen, ob Clinton für für den Job ist. Ihre persönliche Ärztin bescheinigte ihr dies am Mittwoch. Ihr Urteil ist allerdings nur bedingt valide, weil sie seit Monaten dafür bezahlt wird, auf Clintons Gesundheit zu achten.

Ein kleiner Trost für Clinton dürfte sein, dass sich EU-Präsident Martin Schulz als ihr Fan geoutet hat: "Trump ist nicht nur für die EU ein Problem, sondern für die ganze Welt", sagte Schulz "Spiegel Online" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. "Wenn im Weißen Haus ein Mann sitzt, der damit kokettiert, dass er keine Ahnung hat und Fachwissen als elitären Quatsch bezeichnet, ist ein kritischer Punkt erreicht", sagte der SPD-Politiker weiter. Dann sitze ein offenbar verantwortungsloser Mann an einer Stelle, wo ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein benötigt werde. "Meine Sorge ist, dass er Nachahmer auch in Europa beflügeln könnte", sagte Schulz. "Ich wünsche mir deshalb, dass Hillary Clinton gewinnt."

Die Demokratin Clinton und Trump treten Anfang November gegeneinander an. In Umfragen liegen beide Kandidaten derzeit eng beieinander.

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