Russland mobilisiert Cyber-Armee zur „Gegen-Propaganda“

Der Propaganda-Krieg weitet sich aus: Die Russen haben nach eigenen Angaben eine Cyber-Armee mobilisiert. Damit dürfte der globale Desinformations-Irrsinn eine weitere Beschleunigung erfahren.

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Das russische Militär hat eine Spezial-Einheit für den „Cyber-Krieg“ geschaffen. Unter der Überschrift „Russlands Verteidigungsminister mobilisiert neue Cyber-Armee“ zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS am Mittwoch den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit den Worten: „Propaganda muss smart, kompetent und effektiv sein.“ Die Truppe sei aktiviert worden, um „ein weit effektiveres Werkzeug als all jene, die wir früher für Gegen-Propaganda Zwecke verwendet haben“ zu schaffen, sagte Schoigu.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des russischen Parlaments, Wladimir Schamanow, erklärte nach einem Bericht der Agentur Interfax, Ziel seien die nationale Verteidigung und Gegenangriffe in der „Nachrichten-Sphäre“. Der Westen wirft Russland vor, mit gezielten Falschinformationen, sogenannten fake news, das politische Geschehen in anderen Staaten beeinflussen zu wollen.

Die Russen betreiben seit einigen Jahren englischsprachige Portale wie RT oder Sputnik. Die Amerikaner haben verschiedene Outlets, die allerdings nicht direkt staatlich, sondern entweder über die Geheimdienste oder Think Tanks betrieben werden. Die EU hat eine eigene Truppe, die aber in höchstem Maße inkompetent ist und unter anderem die DWN, Bloomberg, Forbes und The Nation kritisiert, weil diese Medien über Russland berichten.

Damit ist zu erwarten, dass der Desinformations-Irrsinn vor allem im Internet weiter angeheizt wird. Die russischen, amerikanischen und europäischen Steuerzahler hätten eigentlich ein Anrecht darauf, dass ihre mühsam erarbeiteten Steuergelder zum Wohl aller Bürger eingesetzt würden und nicht zu einer globalen Zersetzung der Kommunikation und Information.

Die DWN werden versuchen, in dem Propaganda-Gestöber aus Ost und West weiter den Überblick zu bewahren, und Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser, einen objektiven Blick auf die Weltpolitik zu ermöglichen.

 

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