Italien: Krisenbanken brauchen neue Rettungskredite

Zwei italienische Krisenbanken müssen erneut den Rettungsfonds der Banken bemühen.

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Die italienischen Krisenbanken Popolare di Vicenza und Veneto Banca wollen sich noch einmal an den Rettungsfonds der Finanzwirtschaft wenden, um dort Hilfe bei der Deckung ihrer neuen Kapitallücke zu bekommen. Insgesamt müssen laut Reuters 6,4 Milliarden Euro aufgebracht werden. Die Europäische Union (EU) lässt erst dann Staatshilfen zu, wenn mindestens eine Milliarde Euro privates Kapital aufgebracht werden. Die beiden Banken teilten in fast gleichlautenden Erklärungen am Freitag mit, die Vorstände seien beauftragt worden, sich an den von Banken und Versicherern getragenen Rettungsfonds Atlante zu wenden. Insidern zufolge dürfte die Regierung Druck auf die private Finanzwirtschaft ausüben, sich an der Rettung der beiden Banken zu beteiligen.

Aus dem Umfeld des Fonds verlautete allerdings, die Bereitschaft, weitere Gelder in die Institute zu pumpen, sei gering. Atlante hatte sie bereits im vergangenen Jahr gerettet, als sie nicht in der Lage waren, Geld am privaten Kapitalmarkt aufzunehmen. Damals brachte der Fonds 3,4 Milliarden Euro auf und besitzt seitdem mehr als 97 Prozent der Anteile beider Banken. Seitdem machten sie jedoch weitere Verluste.

Der Fonds verfügt noch über 1,7 Milliarden Euro. Diese sind allerdings für die Rettung der Bank Monte dei Paschi di Siena und anderer Institute vorgesehen.

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