Politik

Banken in Griechenland rutschen in die Krise

Lesezeit: 1 min
04.10.2018 01:33
Aktien griechischer Banken stürzen wegen vieler fauler Kredite ab.
Banken in Griechenland rutschen in die Krise

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Angesichts der Befürchtungen, dass die Banken ihren Berg fauler Kredite nicht verdauen können und möglicherweise neues Kapital benötigen, geraten die griechischen Bankaktien stark unter Druck.

Aktien der Piraeus Bank führten den Abverkauf mit einem Minus von 20,7%. Die Bank muss 500 Mio. EUR (577,5 Mio. USD) Kapital aufbringen, indem sie Tier-2-Anleihen bis Ende des Jahres im Rahmen eines mit EZB-Aufsichtsbehörden vereinbarten Plans verkauft, sagten mehrere Beamte laut MarketWatch. Griechenland hat sein achtjähriges Kreditprogramm Ende August verlassen, aber die Unsicherheit über die Banken des Landes bleibt bestehen.

Viele Investoren sind nicht davon überzeugt, dass die Banken ihre anspruchsvollen Ziele für die Reduzierung von notleidenden Krediten erreichen können, während sie wieder Gewinne erzielen und die Fähigkeit wiedergewinnen, neue Kredite aufzunehmen und die fragile griechische Wirtschaft zu stützen. Notleidende Kredite und andere Vermögenswerte bei griechischen Banken, die während der Schuldenkrise dreimal rekapitalisiert wurden, belaufen sich auf 88,6 Mrd. EUR. "Die Anleger scheinen das Vertrauen in die griechischen Banken völlig verloren zu haben", so Ökonomen von HSBC in einer Research Note.

Bei einer Präsentation für Investoren, die die griechische Regierung Ende September in London über Griechenland führte, betrafen fast alle Fragen die Banken des Landes und wie ihre Probleme das Wirtschaftswachstum hemmen könnten.


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft DWN-Kommentar: Wie Russland den Westen in der Ostsee testet - und China uns im Zollstreit
24.05.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Politik
Politik Hessen will Ukrainisch an Schulen als zweite Fremdsprache einführen
24.05.2024

Manchen jungen Ukrainern fehlt in Hessen die zweite Fremdsprache für die gymnasiale Oberstufe. Sie müssen vorerst aufs Abitur verzichten....

DWN
Technologie
Technologie „Mission KI“: Deutschlands Initiative für Künstliche Intelligenz und Datenökonomie
24.05.2024

„Mission KI“ heißt die nationale Initiative zur Stärkung der KI- und Datenökonomie in Deutschland. Gemeinsam mit Acatech und dem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn leicht gewachsen
24.05.2024

Keine große Überraschung, aber erste Anzeichen für Zuversicht: Das Statistische Bundesamt meldet erste Anzeichen für einen...

DWN
Immobilien
Immobilien Studie: Worüber sorgen sich die Akteure am Immobilienmarkt?
24.05.2024

Eine Studie hat die Lage der deutschen Immobilienwirtschaft aus der Sicht von Kauf- und Bauinteressenten, Immobilienbesitzern und...

DWN
Politik
Politik Demokratiefest rund um Kanzleramt und Bundestag
24.05.2024

75 Jahre Grundgesetz - mit Diskussionen, Konzerten und allerhand Informationen feiert Deutschland seine Verfassung. Die Bundesregierung...

DWN
Politik
Politik Kritik am Hartz-IV-Nachfolger: Bestraft das Bürgergeld aufrichtige Arbeitnehmer?
24.05.2024

Nach Zeiten-, Energie- und Wirtschaftswende fordert jetzt auch die CDU eine Wende bei der Sozialpolitik. Arbeit soll sich wieder lohnen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Was bei „Workation“ beachten? Umfassender Ratgeber zu Steuer- und Sozialversicherungsfragen
24.05.2024

Entdecken Sie die Welt der Workation - eine aufregende Mischung aus Arbeit und Urlaub! Arbeiten Sie von den schönsten Orten der Welt aus,...