Finanzen

Investoren ziehen Gelder aus türkischen Banken ab

Lesezeit: 1 min
05.12.2018 17:29
Die Aktienkurse türkischer Banken sind am Mittwoch unter starken Druck geraten.
Investoren ziehen Gelder aus türkischen Banken ab

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Türkei  
Banken  
Börse  

Die Kurse türkischer Bankaktien sind am Mittwoch stark im Wert gesunken. Wie die Financial Times berichtet, ist der Bankenindex der Istanbuler Börse um rund 4 Prozent eingebrochen. Zuvor hatte die Akbank – eine der größten Banken des Landes – angekündigt, dass sie ihr Kapital um rund ein Drittel erhöhen werde, um ihre Finanzlage vor dem drohenden wirtschaftlichen Abschwung zu stärken.

In einer Erklärung gegenüber der Publikationsplattform der türkischen Börse erklärte die Bank, dass die zusätzlichen 3 Milliarden Lira (etwa 560 Millionen Dollar) zur Aufstockung des Kapitals der Bank auf 5,2 Milliarden Dollar verwendet würden. Der Erlös würde dazu verwenden, „unsere starke Kapitalbasis und unsere Eigenkapitalquoten, die bereits über den regulatorischen Anforderungen liegen, weiter zu stärken.“

Die Bank erklärte zudem, dass die geplante Bezugsrechtsemission auch ihre Widerstandsfähigkeit gegen globale Schwankungen und „unvorhergesehene Einbrüche bei Wertpapieren“ erhöhen würde. Der Wert der Akbank-Aktie brach nach Bekanntwerden der Pläne um etwa 6 Prozent ein.

Der Einbruch der Landeswährung Lira hat die Bedienung der in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Schulden in ausländischer Währung deutlich erschwert. Der Wertverfall hat zudem dazu geführt, dass die Inflation im Land deutlich zugenommen hat, weil Importartikel stark im Wert gestiegen sind. Beobachter sorgen sich deshalb um die Stabilität des türkischen Bankensektors.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Heribert Prantl: „In der Geschichte der Bundesrepublik gab es noch nie so umfassende Eingriffe in die Grundrechte“

DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph hat mit Heribert Prantl gesprochen. Der prominente Journalist und Jurist warnt davor, dass der Staat die...

DWN
Politik
Politik Irreführung der Öffentlichkeit? Inzidenz-Karten der Tagesschau werfen einige Fragen auf

Die Tagesschau hat auf Grundlage der Daten des RKI ihre Corona-Inzidenz-Karten derart verändert, dass die aktuelle Corona-Karte...

DWN
Politik
Politik Esken bereitet Deutsche vor: „Niemand muss Angst vor Rot-Rot-Grün oder Rot-Grün-Rot haben“

Die SPD-Co-Chefin Saskia Esken plant für die kommende Legislaturperiode entweder einer rot-rot-grüne oder rot-grün-rote...

DWN
Finanzen
Finanzen Hoffnung auf Bitcoin-ETF treibt Kryptowährung Richtung Allzeithoch

Bitcoin hat am Wochenende einmal mehr Anlauf auf sein Rekordhoch genommen. Namhafte Investoren und die Hoffnung auf einen neuen...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanz-Insider: Der Euro ist unrettbar verloren

Durch eine Reihe extremer Maßnahmen ist es EZB und Politik noch einmal gelungen, den Zerfall der Eurozone abzuwenden. Doch die sich...

DWN
Politik
Politik Eine neue Geldtheorie soll den sozialistischen Green New Deal durchsetzen

Mit der Umsetzung einer neuen Geldtheorie soll der internationale Green New Deal durchgesetzt werden. Dadurch werde Kritikern zufolge die...

DWN
Deutschland
Deutschland Knaller-Urteil in Weimar: Keine Masken und kein Mindestabstand mehr für Schüler – Kindeswohl gefährdet

Das Amtsgericht Weimar hat entschieden, dass die Maskenpflicht, Mindestabstände und Schnelltests in Schulen nicht zulässig sind. All...

DWN
Deutschland
Deutschland Arbeitsminister Heil lehnt höheren Hartz IV-Regelsatz für Lebensmittel ab

Das Bundesarbeitsministerium will die Hartz IV-Regelsätze für Lebensmittel nicht erhöhen. Dabei können sich bereits heute viele Hart...