Finanzen

US-Unternehmen kaufen so viel eigene Aktien wie nie zuvor

Lesezeit: 1 min
23.12.2018 21:16
US-Unternehmen haben im Sommer so viel eigene Aktien gekauft wie nie zuvor. Der Rückgang zum Jahresende dürfte den Druck auf die Märkte erhöhen.
US-Unternehmen kaufen so viel eigene Aktien wie nie zuvor

Mehr zum Thema:  
Börse >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Börse  

Der Umfang der Aktien-Rückkäufe von US-Unternehmen hat im dritten Quartal des laufenden Jahres ein Allzeit-Hoch erreicht. Wie aus Daten von S&P hervorgeht, betrug das Gesamtvolumen der Rückkäufe von im Aktienindex S&P 500 gelisteten Unternehmen 203,8 Milliarden Dollar.

Dies war der dritte Rekord in Folge, nachdem das Volumen der Rückkäufe schon im ersten und im zweiten Quartal des laufenden Jahres neue Allzeit-Höchststände erreicht hatten. Im dritten Quartal 2017 beliefen sich die Aktienrückkäufe auf 129,2 Milliarden Dollar.

Bis Ende des dritten Quartals beläuft sich das Gesamtvolumen für das laufende Jahr auf 583 Milliarden Dollar und liegt damit nur knapp unter dem Gesamtvolumen des gesamten Jahres 2017 (589 Milliarden Dollar).

Die Gesamtrendite der Aktionäre durch Rückkäufe und reguläre Bardividenden stieg um 5,7 Prozent auf 319,5 Milliarden Dollar, nachdem sie im zweiten Quartal bei 302 Milliarden Dollar und im dritten Quartal 2017 noch bei 234 Milliarden Dollar gelegen hatte.

„Unternehmen haben ihre Steuerersparnisse genutzt, um die Rückkäufe und die dadurch entstehenden Kursgewinne durch deutlich reduzierte Aktienzahlen zu steigern“ wird ein Analyst von S&P Dow Jones Indices zitiert. „Hinzu kommt, dass die durchschnittlichen Ausgabepreise im vierten Quartal um 3,3 Prozent gesunken sind. Dies erhöht die Anzahl der Aktien, die ein Unternehmen mit den gleichen Ausgaben kaufen kann.“

Am Beispiel von Apple wird deutlich, wie die Käufe eigener Aktien zu den enormen Wertsteigerungen des Aktienkurses in den vergangenen Jahren beigetragen haben.

Aus aktuellen Daten geht jedoch hervor, dass der Umfang der Rückkäufe inzwischen zurückgeht, was den Verkaufsdruck an den Märkten erhöhen dürfte. Die Relation zwischen Aktienrückkäufen und dem Kurs der Aktienindizes geht aus folgender Grafik hervor.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Börse >

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Heribert Prantl: „In der Geschichte der Bundesrepublik gab es noch nie so umfassende Eingriffe in die Grundrechte“

DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph hat mit Heribert Prantl gesprochen. Der prominente Journalist und Jurist warnt davor, dass der Staat die...

DWN
Finanzen
Finanzen Finanz-Insider: Der Euro ist unrettbar verloren

Durch eine Reihe extremer Maßnahmen ist es EZB und Politik noch einmal gelungen, den Zerfall der Eurozone abzuwenden. Doch die sich...

DWN
Politik
Politik Österreich: Im Westen verankert, den Blick nach Osten

In der zwölften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie befasst sich Moritz Enders mit Österreich. Er analysiert die...

DWN
Finanzen
Finanzen Explosion der Immobilien-Preise: Mieten lohnt sich immer öfter als Kauf

In 51 von 75 Städten ist die finanzielle Belastung durch die Miete geringer als beim Kauf. Die Unterschiede sind vor allem in den...

DWN
Finanzen
Finanzen Nutzt China den Bitcoin als Finanzwaffe gegen den US-Dollar?

PayPal-Mitbegründer Peter Thiel hat die US-Regierung aufgefordert, Chinas Beziehung zu Bitcoin aus einer geopolitischen Perspektive neu zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuern und Abgaben steigen kräftig: Auch Geringverdiener werden jetzt zur Kasse gebeten

Die Steuer- und Abgabenlast ist in Deutschland so hoch wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr und dürfte weiter steigen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Trotz Pandemie: Investments in Logistik-Immobilien weiter hoch im Milliarden-Bereich

Die Pandemie beeinträchtigt zwar viele Branchen. Doch bleiben die Engagements im Immobiliensektor nach wie vor äußerst hoch.

DWN
Finanzen
Finanzen Target2 macht's möglich: Deutsche Netto-Auslandsvermögen in Gefahr

Die Target-Forderungen Deutschlands innerhalb der EU haben längst astronomische Höhen erreicht. Ökonomen hatten zuvor inständig davor...