Deutschland

Trotz guter Verhandlungen: Verdi setzt Warnstreiks fort

Lesezeit: 1 min
19.04.2013 18:53
Die bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Post sollen bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag weitergehen. Die Post hält die Warnstreiks für unnötig, da in den Verhandlungen bereits Fortschritte erreicht worden seien.
Trotz guter Verhandlungen: Verdi setzt Warnstreiks fort

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nach gescheiterten Tarifverhandlungen sind bereits am Mittwoch über 3.400 Beschäftigte der Post in den Streik getreten (mehr hier). Auch in der Nacht zum Freitag gab es in den Bundesländern Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg Warnstreik. Rund 650 ver.di-Mitglieder legten die Arbeit nieder. Dadurch wurde die Auslieferung von 6,5 Millionen Briefen und 115.000 Paketen verzögert, so die Gewerkschaft.

Die Deutsche Post sagt, diese Schätzungen von Verdi seien übertrieben. „Unsere Zahlen sind genauer“, sagt Post-Sprecher Dirk Klasen den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Tatsächlich seien mit Stand von Freitagnachmittag lediglich 1,4 Millionen Briefe betroffen. Die Verzögerung der Zustellung betrage zudem nur maximal einen Tag.

Nun soll auch in der Nacht zum Samstag weiter gestreikt werden, so die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. „Die klare Erwartung ist, dass uns die Deutsche Post AG in der dritten Runde ein einigungsfähiges Angebot für ein spürbares Plus im Geldbeutel der Beschäftigten vorlegt.“ Die Warnstreiks sollen bis zur nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Donnerstag weitergehen.

„Wir verstehen nicht, warum Warnstreiks nötig sind“, sagt Post-Sprecher Klasen. Bisher seien die Gespräche mit Verdi sachlich und konstruktiv gewesen. Und die Post sei zuversichtlich, dass die Gespräche am Donnerstag erfolgreich weitergeführt werden. Auch in den letzten Jahren hätten die Verhandlungen stets mehrere Runden gedauert, so Klasen.

Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten 6 Prozent mehr Geld, mindestens aber 140 Euro mehr pro Monat. Die Auszubildenden und Studierenden an Berufsakademien sollen monatlich 65 Euro mehr erhalten. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Außerdem soll die Postzulage für die Beamten neu geregelt werden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Papst Franziskus unterstützt Lockdowns, kritisiert Anti-Corona-Demos

Papst Franziskus ist ein Unterstützer der Corona-Lockdowns. Scharfe Kritik übt er an Anti-Corona-Demos. Die Ansichten dieses Papstes...

DWN
Deutschland
Deutschland Geschlossene Läden und Ausgangssperren: Merkel macht Deutschland endgültig dicht

Auf die Menschen in weiten Teilen Deutschlands kommen Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung bereitet Corona-Sondergesetze vor - Polizei-Hundertschaften riegeln Berliner Regierungsviertel ab

Die Bundesregierung hebelt den Föderalismus in Deutschland ab einer Inzidenz von 100 aus. Die Inzidenz steigt jedoch zwingend bei mehr...

DWN
Finanzen
Finanzen Raus ins Grüne: Wie Sie ein Ferienhaus kaufen

Nicht erst zu Zeiten von Corona zieht es viele Menschen ins Grüne – darunter auch den Autor dieses Textes. Im Sommer 2020 hat er sich...

DWN
Politik
Politik US-Verteidigungsminister Austin besucht Berlin und Stuttgart, stockt Truppenpräsenz in Deutschland auf

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin ist zu Besuchen in Berlin und Stuttgart eingetroffen. Die Zahl der in Deutschland stationierten...

DWN
Technologie
Technologie Chinas digitale Zentralbankwährung wird ein Ablaufdatum haben

Chinas Notenbank ist mit den Tests ihrer digitalen Währung weit vorangeschritten. Aus der neuen Technologie ergeben sich für die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EZB und IWF wollen das Bargeld mit einem fiesen Trick abschaffen

Es ist eindeutig. Die EZB und der IWF wollen die vorhandene Geldmenge in zwei Parallel-Währungen splitten – Bargeld und digitales Geld....

DWN
Politik
Politik US-Senat will Konfrontationskurs gegen China mit neuem Gesetz verschärfen

In den USA bereitet ein Senatsausschuss ein gegen China gerichtetes, weitreichendes Gesetzespaket vor. Sollte es angenommen werden, droht...