Deutschland

Daimler dementiert Pressebericht: Keine Kürzung des Absatzziels für Elektro-SUV

Die Ereignisse beim deutschen Autobauer Daimler überschlagen sich derzeit: Erst verkündete der Vorstand eine weitere Gewinnwarnung, dann berichtete das "Manager Magazin", der Konzern würde sein Absatzziel für den Elektro-SUV-EQC kürzen. Jetzt konterte das Management mit einem Dementi.
24.01.2020 10:02
Lesezeit: 1 min
Daimler dementiert Pressebericht: Keine Kürzung des Absatzziels für Elektro-SUV
Der deutsche Autobauer steht derzeit massiv unter Druck. (Foto: dpa). Foto: Sebastian Gollnow

Daimler hat einen Medienbericht über eine Kürzung seines Absatzzieles für den Elekro-SUV Mercedes-Benz EQC im laufenden Jahr dementiert. Die Produktionspläne für 2020 hätten sich nicht geändert, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers am Donnerstagabend. Der Pkw-Hersteller wolle in diesem Jahr rund 50.000 Fahrzeuge vom Typ EQC produzieren.

Das "Manager Magazin" hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, dass Daimler wegen Nachschubproblemen sein Absatzziel halbieren müsse. Weil Daimler nicht genug Batterien produzieren könne und der Hersteller LG Chem nicht genug Zellen liefere, habe Daimler-Chef Ola Källenius das Ziel von ursprünglich 50.000 bis 60.000 auf gut 30.000 Fahrzeuge gekürzt, berichtete das Magazin weiter. Im vergangenen Jahr habe Daimler 25.000 Autos vom Typ EQC verkaufen wollen, aber nur 7000 gebaut.

Mit dem Nachschub an Batteriezellen kämpfen mehrere Hersteller, während ihnen die EU-Kommission mit Vorgaben zur Verringerung der CO2-Emissionen im Nacken sitzt. Wenn die Autobauer die Grenze von durchschnittlich 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer reißen, müssen sie im kommenden Jahr hohe Bußgelder zahlen. Jedes verkaufte Elektroauto hilft den Herstellern, den Durchschnittswert der Neuwagenflotte zu senken.

Berechnungen des Beratungsunternehmens PA Consulting zufolge kam Daimler im Jahr 2018 auf 130,4 Gramm und muss den Wert bis 2021 auf 103,1 Gramm senken. Anderenfalls droht dem Konzern diesen Berechnungen zufolge ein Bußgeld von 997 Millionen Euro. Für 2019 liegen noch keine entsprechenden Zahlen zum CO2-Ausstoß vor.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kospi-Crash: Warum Südkoreas Chipaktien die Börsen erschüttern – was jetzt wichtig ist
15.10.2026

Der südkoreanische Leitindex Kospi rutschte am Donnerstag zeitweise rund acht Prozent ab. Besonders stark traf es die Samsung...

DWN
Finanzen
Finanzen Berkshire Hathaway-Aktie: Greg Abel investiert in Bending Spoons – Berkshires 930-Millionen-Dollar-Wette
15.10.2026

Warren Buffetts Nachfolger Greg Abel richtet Berkshire Hathaway stärker auf digitale Geschäftsmodelle aus. Die Holding investiert weitere...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Darf der Arbeitgeber einen Nebenjob verbieten? Das müssen Arbeitnehmer wissen
15.10.2026

Ein Nebenjob kann eine gute Möglichkeit sein, das Einkommen aufzubessern. Doch darf der Arbeitgeber des Hauptjobs einen Nebenjob...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ökostromanbieter grüüün gibt auf: Was der Lieferstopp für rund 200.000 Kunden bedeutet
15.10.2026

Der Stromversorger grüüün beendet zum 31. Oktober 2026 die bundesweite Belieferung von Privatkunden. Das junge Unternehmen macht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
15.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Technologie
Technologie BMW 7er im Test: Hightech ohne Herz? Der Verbrenner schlägt zurück
15.10.2026

Der neue BMW 7er ist ein rollender Hightech-Palast: gigantische Bildschirme, künstliche Intelligenz und ein Elektroantrieb mit brachialer...

DWN
Finanzen
Finanzen TSMC-Aktie: Chipgigant kassiert Milliarden mit KI
15.10.2026

Die TSMC-Aktie profitiert von einem Chipgiganten auf Rekordkurs: Binnen drei Monaten verdient der taiwanische Auftragsfertiger rund 21...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzinsen: Die Zinswende kommt anders als erwartet
15.10.2026

Erst schien die nächste Zinserhöhung der EZB fast sicher, jetzt rudern die Finanzmärkte zurück. Trotz hartnäckiger Inflation und...