Politik

Erdogan und Putin wollen gemeinsamen Kampf gegen Corona-Pandemie verstärken

Russland und die Türkei wollen ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärken. Beide Länder seien bereit, ihre gemeinsamen Anstrengungen über die Gesundheitsministerien eng zu koordinieren
22.04.2020 20:25
Lesezeit: 1 min

Russland und die Türkei wollen ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärken. Beide Länder seien bereit, ihre gemeinsamen Anstrengungen etwa über die Gesundheitsministerien eng zu koordinieren, teilte der Kreml nach einem Telefonat zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan am Dienstag mit. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu teilte mit, dass die beiden Staatschefs eine enge Zusammenarbeit bei regionalen Fragen fortsetzen wollen.



Die Infektionszahlen steigen in beiden Ländern rasant an. In Russland sind rund 53.000 Corona-Infektionen und 456 Tote registriert; in der Türkei gibt es nach offiziellen Zahlen mehr als 90.000 Infektionsfälle mit 2.140 Toten. In vielen Städten und Regionen beider Länder gelten strenge Ausgangssperren, meldet die dpa.



Putin sprach nach Kreml-Angaben auch mit dem iranischen Staatschef Hassan Ruhani. Das Coronavirus hat den Iran mit mehr als 5200 Toten besonders stark getroffen. Ruhani habe sich für die Hilfe aus Russland bedankt, hieß es. Auch mit dem Iran wolle man die Zusammenarbeit in der Corona-Krise ausbauen.



Auch die Lage in der Region Idlib in Syrien wurde demnach bei den Gesprächen "ausführlich" behandelt. Worum es dabei genau ging, war nicht bekannt. Am Dienstag fand nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wieder eine gemeinsame Patrouillenfahrt statt. Es war bereits die fünfte russisch-türkische Kontrollfahrt entlang der Schnellstraße M4, die durch das Rebellengebiet läuft, so die dpa.



Russland und die Türkei hatten sich Anfang März auf eine Waffenruhe und Kontrollfahrten in Idlib geeinigt. Die ebenfalls vereinbarte Waffenruhe für die umkämpfte Region hält seitdem weitestgehend. Russland unterstützt im syrischen Krieg die Regierung, die Türkei steht an der Seite der Rebellen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftsstandort Deutschland: Wie Zukunftspessimismus die Wirtschaft bremst
13.02.2026

Ein düsterer Blick in die Zukunft und eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung belasten den Standort Deutschland immer stärker. Laut...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau-Jobs in Gefahr: Deutscher Anlagenbau baut 22.000 Stellen ab
13.02.2026

Die anhaltende Konjunkturflaute hinterlässt tiefe Spuren auf dem Arbeitsmarkt der deutschen Schlüsselindustrie. Im Jahr 2025 ist die Zahl...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zeitmanagement: Wie Führungskräfte ihren Arbeitsalltag gezielt steuern
13.02.2026

In vielen Unternehmen entgleitet Führungskräften der Arbeitsalltag, weil Kalender und Meetings von Fremdprioritäten dominiert werden....

DWN
Finanzen
Finanzen Jenoptik-Aktie: Kurs stabilisiert sich nach Wachstums-Ausblick für 2026
13.02.2026

Die Jenoptik-Aktie hat am Freitag eine Berg- und Talfahrt erlebt. Nach einem frühen Kurseinbruch konnten die Papiere ihre Verluste...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bauwirtschaft in Europa vor Aufschwung: Deutschland hinkt beim Wohnungsbau hinterher
13.02.2026

Während die europäische Bauwirtschaft vor einer deutlichen Wachstumsphase steht, bleibt die Lage in der Bundesrepublik angespannt....

DWN
Politik
Politik Russland verliert Zugang zum Satellitennetzwerk Starlink: Konsequenzen für den Ukraine-Krieg
13.02.2026

Russland hat den Zugang zu Elon Musks Satellitennetzwerk Starlink verloren und damit ein zentrales Instrument im Ukraine-Krieg eingebüßt....

DWN
Politik
Politik Trump verschärft Iran-Kurs: Drohungen gegen Teheran trotz laufender Gespräche
13.02.2026

Im festgefahrenen Streit um das iranische Atom- und Raketenprogramm setzt US-Präsident Donald Trump verstärkt auf Einschüchterung....

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 07: Die wichtigsten Analysen der Woche
13.02.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 07 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...