Technologie

Im Stile von "Top Gun": Künstliche Intelligenz besiegt im Zweikampf menschlichen Kampf-Jet-Piloten

Auch das Militär wird künftig nicht um die künstliche Intelligenz umhinkommen. "Die neue Top Gun", prophezeit ein wichtiger Fachdienst.
06.09.2020 16:47
Lesezeit: 1 min
Im Stile von "Top Gun": Künstliche Intelligenz besiegt im Zweikampf menschlichen Kampf-Jet-Piloten
F-16-Kampfjets im Einsatz. (Foto: dpa) Foto: Sven Hoppe

Die Digitalisierung wird beim Militär immer wichtiger: So hat die Forschungsgemeinschaft des US-Verteidigungsministeriums DARPA einen Luftkampf am Boden in einem Simulator veranstaltet, bei der eine Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt wurde. Die Wissenschaftler ließen dabei zwei Jets gegeneinander antreten. Der eine wurde von einem menschlichen Piloten gesteuert, der andere hingegen durch eine Künstliche Intelligenz. Das berichtet die Onlineausgabe des Fachmagazins „Militär Airforce Magazin“.

Das Ergebnis: Der Jet, der von der KI gelenkt worden ist, schlug den Menschen um Längen. In Zahlen ausgedrückt: Die Technologie trug einen Sieg von 5:0 davon. Dieses Ergebnis ist umso erstaunlicher, weil der Pilot ein erfahrener Flieger gewesen war, der schon mehr als 2.000 Flugstunden absolviert hat – und zwar in gewichtigen Kampfjets wie dem Mehrzweckflugzeug F-16.

Der Hauptgrund für die riesige Überlegenheit der Maschine gegenüber dem Menschen: Die KI konnte pausenlos funktionieren, was ein menschlicher Organismus nicht kann. Die Technik war einfach in allem genauer: Bei der Auswahl der Ziele, dem Angriff und bei der Belastbarkeit.

Dies war zwar nur eine Simulation am Boden, doch halten viele Fachleute die KI bereits für die Waffe der Zukunft. „Die neue Top Gun“, schreibt beispielsweise der Fachdienst „Bloomberg“. „Der Markt dürfte 2025 nach der Pandemie wieder ein starkes Wachstum erreichen“, kommentieren die Fachleute des US-Analysehauses Orbis Research. Sie weisen auf wichtige Akteure hin, die dem Markt in Zukunft bedeutende Impulse geben werden. Dazu gehören die US-Waffenhersteller General Dynamics, Lockheed Martin und Northrop Grumman.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen KI-Optimismus
17.08.2026

Erfahren Sie, wie geopolitische Konflikte und Entwicklungen im Tech-Sektor die Wall Street bewegen.

DWN
Politik
Politik Bahnhöfe, Steuererklärung, TV – was sich im September ändert
17.08.2026

An ersten Bahnhöfen darf kein Alkohol getrunken werden und Sport-Fans können sich auf die NFL-Saison freuen. Der September bringt auch...

DWN
Politik
Politik Chat Control: Will die EU private Nachrichten lesen?
17.08.2026

Chat Control soll helfen, sexuelle Gewalt gegen Kinder im Netz aufzudecken. Doch die geplanten EU-Regeln lösen massive Kritik aus, da sie...

DWN
Technologie
Technologie Russlands Starlink-Kopie ist weiter als erwartet
17.08.2026

Russland arbeitet schneller als erwartet an einem eigenen Satellitennetz nach dem Vorbild von Starlink. Das System Rasswet hat bereits...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardendeal: Ventilatorenspezialist EBM-Papst wird an US-Konzern verkauft
17.08.2026

Mit dem Verkauf an den börsennotierten Konzern Madison Air will das fränkische Familienunternehmen EBM-Papst den Zugang zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dax-Konzerne: Rekordgewinne und Personalabbau  
17.08.2026

Trotz Rekordgewinnen von 52,6 Milliarden Euro bauen Deutschlands größte Börsenkonzerne massiv Stellen ab. Während die...

DWN
Politik
Politik SPD rutscht weiter in den Keller: Klingbeil verteidigt seinen Kurs
17.08.2026

An der SPD-Basis rumort es, weil Umfragewerte seit Wochen nicht besser werden und die Partei sich in der Koalition teils schwertut. Den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutscher Negativtrend: Immer mehr junge Menschen ohne Bildung und Arbeit
17.08.2026

In Deutschland steigt der Anteil junger Menschen ohne Job oder Bildungsplatz: Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren geht in...