Finanzen

Deutsche Börsianer verschnaufen nach den Rekord-Gewinnen der vergangenen Woche - später Konjunkturdaten aus Indien und Russland

Die Anleger halten sich zum Wochenstart erst einmal zurück. Heute Morgen kamen wichtige Informationen aus China.
15.03.2021 10:30
Aktualisiert: 15.03.2021 10:30
Lesezeit: 1 min
Deutsche Börsianer verschnaufen nach den Rekord-Gewinnen der vergangenen Woche - später Konjunkturdaten aus Indien und Russland
Die deutschen Märkte bewegen sich zum Wochenanfang erstmal nur wenig. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat heute bis um 10.30 Uhr MEZ 0,3 Prozent auf 14.550 Zähler gewonnen – hat sich also weiter oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 14.000 Punkten stabilisiert. Damit holen die Börsianer nach der Rekord-Jagd aus der vergangenen Woche einen tiefen Atemzug und lassen die Kursgewinne erst einmal sacken.

Aus China kommen heute Morgen positive Impulse. Denn das Reich der Mitte hat in den ersten zwei Monaten wieder starke Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung gezeigt. Dazu gehört die Industrieproduktion, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35,1 Prozent gestiegen ist. Die Einzelhandelsumsätze sind um 33,8 Prozent geklettert, während die Anlageinvestitionen um 35 Prozent nahezu explodiert sind. Einheimische Volkswirte rechnen mit für 2021 mit einem BIP-Wachstum von sechs Prozent.

Doch das ist heute noch nicht alles: Im Laufe des Tages präsentiert mit Indien ein weiterer großer Akteur auf der internationalen Bühne volkswirtschaftliche Daten – und zwar die Handels- und Leistungsbilanz. Um 13 Uhr MEZ kommen die Russen, die Anlegern, die sich auf russische Aktien konzentrieren, erklären, wie sich ihr Haushalt entwickelt. Bei der vergangenen Messung gab es ein Minus von 3,8 Prozent.

Darüber hinaus erfahren die Börsianer um 14.30 Uhr MEZ, welche Entwicklung der NY-Empire-State-Produktionsindex eingeschlagen hat. Die Ökonomen rechnen mit einem Niveau von 14,50, während das Level beim vergangenen Erhebung bei 12,10 gelegen hat.

Die Präsentation der Statistiken könnte den deutschen Märkte noch einmal nach vorne bringen - zumindest etwas. In der vergangenen Woche hat der deutsche Leitindex mit einem Verlust von 0,5 Prozent auf 14.502 Punkte abgeschlossen.

Zu den Gewinnern gehörte die Deutsche Telekom, die 1,6 Prozent auf 16,49 Euro gewann. Danach platzierte sich die Deutsche Bank, die mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 10,66 Euro aus dem Rennen ging. Der Dritte im Bunde war HeidelbergCement, das 1,3 Prozent auf 73,88 Euro zulegte.

Doch es gab auch Verlierer: So büßte Delivery Hero 3,8 Prozent auf 103,80 Euro ein, während SAP 2,7 Prozent auf 103,40 Euro verlor. Die drittschlechteste Aktie war Daimler, das 1,9 Prozent auf 70,72 Euro nachgab.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Der Europäische Online-Glücksspielmarkt: Wachstum, Regulierung Und Konsolidierung 2026

Wenige Branchen wachsen in Europa derzeit so beständig wie das Online-Glücksspiel, und noch weniger tun das bei einem derart...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Medienrat für öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Geschäftsführerin steht fest
16.08.2026

Das neue Gremium soll den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kontrollieren. Im April wurde die Vorsitzende gewählt. Jetzt steht fest, wer...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie Fintechs Banken herausfordern – und Anleger profitieren können
16.08.2026

Millionen Kunden eröffnen Konten bei Revolut, N26 oder Trade Republic – oft zunächst nur zusätzlich zur Hausbank. Doch aus der...

DWN
Finanzen
Finanzen Künstliche Intelligenz greift nach Ihrer Rente - und zwar an zwei Fronten
16.08.2026

Erstens geht es um die Exponierung von Pensionsfonds gegenüber KI. Zweitens stellt sich die Frage, welche Kasse die meisten Menschen im...

DWN
Panorama
Panorama Schlecht vorbereitet bei Waldbränden? Experte sieht Lücken im System
16.08.2026

Ein dichtes Netz an Feuerwehren schützt Deutschland bislang vor vielen größeren Waldbränden. Doch Ausbildung, Einsatzverfahren und...

DWN
Finanzen
Finanzen Millionenbetrug an Bankkunden: Ermittler heben Netzwerk aus
16.08.2026

Eine Gruppe Krimineller soll Bankkunden um Millionen betrogen haben. Ermittler aus Deutschland und Brasilien nahmen nach Durchsuchungen...

DWN
Finanzen
Finanzen Kunstmarkt vor der Erbschaftswelle: Für Milliardenwerte fehlen plötzlich Käufer
16.08.2026

Kunst im Wert von rund 860 Milliarden Euro wechselt in den kommenden Jahren die Generation. Doch aus wertvollen Sammlungen können für...

DWN
Finanzen
Finanzen Adieu Frankreich, adieu Deutschland: Wohin Europas Reiche ziehen
16.08.2026

Politische Unsicherheit, hohe Steuern: Das sind die wichtigsten Gründe, warum Reiche die zwei stärksten Länder Europas verlassen. Wohin...

DWN
Panorama
Panorama Konsumflaute trifft Camping-Boom: Jetzt mobile Kaffeemaschinen kaufen und bares Geld sparen!
16.08.2026

Camping boomt, Reisen bleibt beliebt – doch gleichzeitig sitzt das Geld bei vielen Verbrauchern nicht mehr so locker. Genau in diesem...