Technologie

Ist Solar Geoengineering eine Gefahr für die Erde und ihre Bewohner?

Das Stratospheric Controlled Perturbation Experiment sorgt für viel Aufsehen. Es gehört in den Bereich des Solar Geoengineering. Bei dem Experiment soll mit Computermodellen berechnet werden, was passieren würde, wenn die Intensität der Sonnenstrahlen auf den Erdball blockiert werden würde.
27.03.2021 12:45
Lesezeit: 1 min

Im aktuellen Jahr soll das Projekt „Stratospheric Controlled Perturbation Experiment (SCoPEx)“ stattfinden. Dabei soll Kalziumkarbonat in die Stratosphäre gesprüht werden. Ein Ballon soll über die schwedische Stadt Kiruna befördert werden, um anschließend bis zu zwei Kilogramm Kalziumkarbonat in die Stratosphäre zu sprühen. Dadurch soll eine Staubfahne von rund einem Kilometer Länge erzeugen. Die Menge werde zwar nicht ausreichen, um die Intensität der Sonnenstrahlen auf den Erdball zu blockieren. Doch im Verlauf des Projekts sollen Computermodelle im Detail auswerten, was passieren würde, wenn dieses Experiment in einem großen Maßstab durchgeführt wird.

„Das Herzstück von SCoPEx ist ein wissenschaftlicher Ballon, der mit wieder verwendbaren handelsüblichen Luftbootpropellern ausgestattet ist. Die wiederverwendeten Propeller erfüllen zwei Funktionen. Erstens bildet die Propellerspur ein gut gemischtes Volumen (ungefähr 1 km lang und 100 m im Durchmesser), das als experimentelles „Becherglas“ dient, in das wir Gase oder Partikel einfüllen können. Zweitens ermöglichen uns die Propeller, die Gondel an verschiedenen Stellen innerhalb des Volumens neu zu positionieren, um die Eigenschaften der gestörten Luft zu messen (…) Der Vorteil des SCoPEx-Ballons besteht darin, dass wir ein kleines kontrolliertes Volumen stratosphärischer Luft erzeugen und seine Entwicklung (wir hoffen) über 24 Stunden beobachten können (…) Wenn wir ein Flugzeug anstelle eines Ballons verwenden würden, könnten wir weder ein so kleines gestörtes Volumen verwenden noch es für so lange Zeit beobachten“, heißt es in der Projektbeschreibung der „Keutsch Group at Harvard“. Über dieses Thema berichtete unter anderem „Tech & Nature“.

Der Projektleiter ist Frank Keutsch. Als Keutsch „zum ersten Mal von Solar Geoengineering hörte, fand er die Idee erschreckend. Für den Atmosphärenchemiker der Harvard University schienen Schemata wie das Versprühen von Millionen Tonnen Sulfatpartikeln in den Himmel, um die Sonnenstrahlen zu reflektieren und den Planeten abzukühlen, gefährlich. Die Strategien könnten nicht nur die Atmosphäre auf unerwartete Weise stören, sondern auch das Wetter dramatisch verändern und das Leben der Erdbewohner schädigen“, so „c&en Global Enterprise“.

„Es ist ein sehr umstrittenes Thema, und das aus gutem Grund“, sagte Keutsch im Jahr 2018.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Wandel im Vaping-Markt: Nachhaltigkeit und Kostendruck treiben Wechsel zu Mehrwegsystemen

Der Markt für E-Zigaretten durchlebt eine tiefgreifende Transformation. Lange Zeit galten Einweg-Vapes, popularisiert durch Marken wie Elf...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Nasdaq legt kräftig zu, während Chip-Ausverkauf zum Stillstand kommt
30.07.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street am Donnerstag in Bewegung versetzten.

DWN
Finanzen
Finanzen Chip-Aktien: China könnte den Markt verändern
30.07.2026

Ein weiterer neuer chinesischer KI-Akteur hat den Markt im Sturm erobert. Investoren glauben, dass er den Markt unter Druck setzen könnte,...

DWN
Politik
Politik Wahlen im Osten: AfD bleibt in Sachsen-Anhalt klar vorn – kleinere Parteien legen zu
30.07.2026

Mehrere Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt behauptet die AfD ihren deutlichen Vorsprung. Eine neue Umfrage zeigt zugleich: Auch...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Zinsen bleiben stabil: Kommt die Erhöhung im September?
30.07.2026

Die US-Zinsen bleiben vorerst unverändert, doch die Debatte über eine mögliche Erhöhung im September läuft bereits. Der KI-Boom macht...

DWN
Politik
Politik Rentenreform: Warum der Osten gegen Merz rebelliert
30.07.2026

Kaum ist der CDU-interne Streit um die Kabinettsumbildung entschärft, droht Bundeskanzler Friedrich Merz neuer Ärger. Drei ostdeutsche...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation steigt nach Ende des Tankrabatts auf 2,8 Prozent
30.07.2026

Der Tankrabatt ist ausgelaufen, der Iran-Krieg hält an: Für Verbraucher in Deutschland sind das schlechte Vorzeichen. Im Juli zog die...

DWN
Finanzen
Finanzen Meta-Aktie unter Druck: Wall Street zweifelt an Zuckerbergs KI-Offensive
30.07.2026

Mark Zuckerberg setzt bei Meta weiter auf große KI-Visionen. Doch an der Börse wächst die Skepsis: Trotz ambitionierter Pläne für...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ZF verdient wieder Geld – doch die Last bleibt
30.07.2026

ZF schreibt nach zwei Verlustjahren wieder schwarze Zahlen und bestätigt seine Jahresziele. Doch fast zehn Milliarden Euro Schulden,...