Politik

Wie im Suez-Kanal: Evergreen-Lkw blockierte Autobahn in China

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hatte am 27. März 2021 hatte ein Evergreen-Lkw eine Autobahn in China blockiert. Nur wenige Tage zuvor hatte das berüchtigte Evergreen-Containerschiff den Suez-Kanal in derselben Querlage blockiert.
09.04.2021 21:54
Aktualisiert: 09.04.2021 21:54
Lesezeit: 1 min
Wie im Suez-Kanal: Evergreen-Lkw blockierte Autobahn in China
Quelle: Screenshot

Ein Lkw mit einem „Evergreen“-Schiffscontainer blieb am 27. März 2021 auf einer Autobahn in China liegen und verursachte einen Stau. Bilder des Vorfalls wurden auf chinesischen Social-Media-Plattformen veröffentlicht. Nach Informationen des Verkehrsmonitors ereignete sich der Unfall um 9:55 Uhr auf dem Changchun-Shenzhen Expressway in Nanjing. Nach dem Unfall blieb der Lkw genau wie das „Evergreen“-Containerschiff im Suez-Kanal quer auf der Autobahn liegen und blockierte den Verkehr fast vollständig, berichtet „Taiwan English News“.

Am 24. März 2021 hatte Reuters gemeldet: „Ein von der Evergreen Line geleastes Containerschiff ist im Suezkanal auf Grund gelaufen und blockiert das Fahrwasser in beide Richtungen. Das 400 Meter lange und 59 Meter breite Schiff, das sich auf dem Weg vom Roten Meer zum Mittelmeer befand, blieb am Dienstag gegen 7:40 Uhr (Ortszeit) bei der Durchfahrt der wichtigen Transportroute nach einen Stromausfall an Bord stecken, teilte die Hafenagentur GAC auf ihrer Website mit. Der Verkehr im Suezkanal sei zum Erliegen gekommen, 15 weitere Schiffe hinter dem 200.000 Tonnen-Frachter liegen auf der Route nach Norden an Ankerplätzen fest, auch ein südwärts fahrender Konvoi wurde gestoppt. Schiffsverfolgungsdaten auf Refinitiv Eikon zeigten sieben Schlepperboote, die versuchten, den Frachter mit Ziel Rotterdam freizuziehen. Die Suezkanalbehörde SCA konnte zunächst nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.

Fast 19.000 Schiffe - oder durchschnittlich 51,5 Schiffe pro Tag - nahmen im Jahr 2020 nach Angaben der SCA die Wasserstraße als Abkürzung und sparen sich damit die Umschiffung Afrikas. Etwa zwölf Prozent des Welthandelsvolumens passieren den Kanal, der für Ägypten eine wichtige Einnahmequelle darstellt.“

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichteten am 27. März 2021: „Die aktuelle Suez-Krise stellt eine Katastrophe für den Seeweg der Neuen Seidenstraße zwischen Europa und China dar. US-Präsident Biden hat inmitten der Krise am 26. März 2021 ein ,Gegenstück der demokratischen Staaten' zu Chinas Neuer Seidenstraße vorgeschlagen (HIER).“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO rückt näher, OpenAI bremst: Was passiert mit den Rekord-Börsengängen?
25.09.2026

Was ist über Zeitplan, Bewertungen und Forderungen nach einer langsameren KI-Entwicklung vor den angekündigten Börsengängen bekannt?

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Henkel feiert 150 Jahre: Das sind die größten Herausforderungen
25.09.2026

Mit seinen bekannten Markenprodukten prägt Henkel seit Jahrzehnten den Alltag vieler Kunden. Ein Blick auf wichtige Meilensteine, Krisen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardeninvestition richtet Hunderte Satelliten auf Putin
25.09.2026

Die finnische Satellitenfirma Iceye spielt bereits eine wichtige Rolle für die Ukraine und ihre Angriffe auf russische Ziele. Nun will das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gold für mehr als acht Milliarden Dollar: Russland meldet weitere Verkäufe
25.09.2026

Russlands Zentralbank verkauft seit Jahresbeginn kontinuierlich Gold. Fast 56 Tonnen verschwanden bereits aus den offiziellen Reserven, ihr...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Defekte Schraube an der Lenkung: Großrückruf bei VW, Audi und Seat
25.09.2026

Wegen möglicher Mängel an der Lenkung muss der Volkswagen-Konzern bundesweit fast eine Million Fahrzeuge der Marken VW, Audi und Seat in...

DWN
Politik
Politik Protest gegen den Zwang: Zehntausende Schüler gehen gegen drohende Wehrpflicht auf die Straße
25.09.2026

Die Sorge vor einer Rückkehr der Wehrpflicht treibt die Jugend auf die Straße. Mit einem bundesweiten Aktionstag fordert eine...

DWN
Politik
Politik Neue Sitzordnung und Streit um Ausschüsse: Landtag von Sachsen-Anhalt vor Neuausrichtung
25.09.2026

Im Landtag von Sachsen-Anhalt stehen vor der anstehenden konstituierenden Sitzung spürbare Veränderungen an. Neben optischen Anpassungen...

DWN
Politik
Politik Parteibuch im Notenbank-Vorstand: Ex-Staatssekretär Nimmermann wechselt zur Bundesbank
25.09.2026

Direkt aus dem Ministerium an die Spitze der Währungshüter: Mit dem früheren Staatssekretär Philipp Nimmermann zieht erstmals ein...