Finanzen

Dax: Börsianer zeigen US-Fed die kalte Schulter - heute Nachmittag blicken alle auf die Bundesbank

Die Märkte stagnieren heute Morgen. Die US-Zinsentscheidung von gestern hat niemanden überrascht. Nachmittags beantwortet der Chef der Bundesbank, Jens Weidmann, eine ganz wichtige Frage.
29.04.2021 11:12
Aktualisiert: 29.04.2021 11:12
Lesezeit: 1 min
Dax: Börsianer zeigen US-Fed die kalte Schulter - heute Nachmittag blicken alle auf die Bundesbank
Die Börsianer haben gesehen, dass im März die Importpreise in Deutschland so stark wie seit zehn Jahren nicht gestiegen sind. (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat bis gegen 11 Uhr 0,1 Prozent auf 15.272 Punkte eingebüßt.

Die Anleger halten sich mit Engagements zurück, weil die US-Zinsentscheidung vom Vortag, auf die alle so lange gewartet hatten, keine großen Überraschungen geboten haben. Die US-Notenbank wird weiter an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten.

Die Fed hat den Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent belassen. „Die Erholung bleibt uneinheitlich und unvollständig“, sagte Notenbankchef Jerome Powell. „Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt haben sich weiter verbessert“, fügte er hinzu.

In Deutschland wurden heute Morgen weitere wichtige makroökonomische Daten veröffentlicht: So sind die Importpreise in Deutschland im März um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Eine größere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im April 2011 gegeben, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Um 13.30 Uhr wird der Chef der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, in einer virtuellen Rede die Frage beantworten, ob COVID19 die soziale Ungleichheit vergrößert.

Um 14 Uhr werden die Verbraucherpreis-Indizes für Deutschland veröffentlicht. Dann folgen um 14.30 Uhr MEZ in den USA die Erst- und die Folgeanträge für die Arbeitslosenhilfe. Ebenso gibt es Zahlen über die Konsumausgaben sowie über die Hausverkäufe.

15 Uhr müssen sich die Anleger im Terminkalender notieren, die sich auf russische Aktien konzentrieren. Denn dann wird die russische Zentralbank erklären, wie hoch die Zentralbankreserven sind. Bei der letzten Messung betrug der Wert 583,7 Milliarden Dollar.

Der deutsche Leitindex hat gestern 0,3 Prozent auf 15.292 Zähler gewonnen. Die Top-Aktie war die Deutsche Bank, die 10,7 Prozent auf 11,28 Euro zugelegt hat. Danach folgte Delivery Hero, das 9,4 Prozent auf 140,05 Euro an Boden gut machte. Zusätzlich verzeichnete die Allianz ein Plus von 0,8 Prozent auf 218,05 Euro.

Doch gab es auch Verlierer: Infineon hat einen Verlust von 2,8 Prozent auf 34,12 Euro verzeichnet. Die Nummer zwei auf dieser Liste war RWE, das 1,9 Prozent auf 32,93 Euro verbuchte. Schließlich kam die Deutsche Börse mit einem Rückgang von 1,8 Prozent auf 141,45 Euro ins Ziel.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Rechnungen digitalisieren: Wie Unternehmen Liquidität und Cashflow smarter steuern

Umsatz bedeutet noch keine gesicherte Liquidität. Zwischen der erbrachten Leistung und dem tatsächlichen Eingang des Geldes können...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heliumknappheit: Europas Industrie droht der nächste Rohstoffschock
23.07.2026

Helium klingt nach Luftballons, ist aber ein unersetzlicher Rohstoff für Mikrochips, Magnetresonanztomografen und die Luftfahrt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisoffensive im Handel: Wie Sie jetzt bei Haushaltswaren und Hörbüchern kräftig sparen können
23.07.2026

Sommerzeit ist Angebotszeit: Während Verbraucher ihre Ausgaben genauer planen, überbieten sich Händler mit attraktiven Preisaktionen....

DWN
Politik
Politik Insa-Umfrage zur Berlin-Wahl: AfD zieht knapp an CDU und Linken vorbei auf Platz eins
23.07.2026

Politisches Beben vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Erstmals führt die AfD eine repräsentative Umfrage in der Bundeshauptstadt an....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB belässt Leitzins bei 2,25 Prozent: Bringt der Iran-Krieg die Zinswende im September?
23.07.2026

Die Europäische Zentralbank legt im Euroraum eine geldpolitische Pause ein: Trotz bestehender Inflationsrisiken belassen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Alarmierende Studie: Jede dritte alleinerziehende Familie von Armut bedroht
23.07.2026

In Deutschland ist das Armutsrisiko für alleinerziehende Mütter und Väter alarmierend hoch: Fast 29 Prozent dieser Haushalte gelten laut...

DWN
Politik
Politik Rekordwert beim Sozialbudget: Ausgaben steigen auf fast ein Drittel der gesamten Wirtschaftskraft
23.07.2026

Die finanziellen Aufwendungen für den Sozialstaat erreichen in Deutschland ein neues Hoch: Im vergangenen Jahr sind die Sozialausgaben auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wettbewerbsverstoß: EU verhängt 890 Millionen Euro Bußgeld gegen Google
23.07.2026

Die Europäische Kommission greift im Digitalmarkt hart durch: Wegen unlauteren Wettbewerbs belegt die EU den US-Tech-Riesen Google mit...

DWN
Politik
Politik Karlsruhe kippt Klage gegen Heizungsgesetz
23.07.2026

Mit dem Heizungsgesetz wollte die Ampel das Heizen in Deutschland klimafreundlicher machen. Es hagelte Kritik – nicht nur am Inhalt,...