Deutschland

Neueste Zahlen zeigen Schwund von Arbeitsplätzen in der Industrie

Die Zahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich gesunken.
16.08.2021 13:00
Aktualisiert: 16.08.2021 13:03
Lesezeit: 1 min

Trotz Erholungstendenzen hat die deutsche Industrie immer noch deutlich weniger Beschäftigte als vor einem Jahr und vor der Corona-Krise. Ende Juni waren knapp 5,5 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten tätig, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Dies waren gut 78.000 oder 1,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Rückgang zum Juni 2019 und damit zum Vorkrisenniveau fällt mit 213.000 oder 3,8 Prozent noch kräftiger aus. Von Mai auf Juni kletterte die Zahl der Beschäftigten aber leicht um 0,1 Prozent. Die Statistiker betonten, dass Kurzarbeitende als Beschäftigte zählen und sich so Veränderungen hier nicht in der Beschäftigung niederschlagen.

Die Zahl der Belegschaft sank zum Vorjahr in fast allen Wirtschaftsbereichen des Verarbeitenden Gewerbes. Am stärksten fiel sie in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 5,4 Prozent. Ein deutliches Minus gab es auch im Maschinenbau (minus 3,5 Prozent), in der Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 3,2 Prozent), von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 2,7 Prozent), von elektrischen Ausrüstungen (minus 1,8 Prozent) und von Gummi- und Kunststoffwaren (minus 1,7 Prozent). Wenig verändert hat sich die Zahl der Beschäftigten bei Produzenten von chemischen Erzeugnissen mit minus 0,4 Prozent sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit plus 0,4 Prozent.

Einen Anstieg der Beschäftigten gab es bei Produzenten von Nahrungs- und Futtermitteln (plus 5,8 Prozent). Grund dafür ist, dass für Beschäftigte von Schlachthöfen ab Januar 2021 viele Leiharbeitsverträge in Festverträge umgewandelt wurden und das Personal seitdem in dieser Statistik erfasst wird. Zuvor war es dem Dienstleistungsbereich zugeordnet.

Die Industrie konnte nach dem scharfen Gegenwind im ersten Lockdown 2020 ihre Produktion wieder hochfahren. Inzwischen kämpfen viele Betriebe aber mit Lieferengpässen bei wichtigen Materialien und deshalb auch mit gestiegenen Preisen.

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (09/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Förderprogramm für Azubi-Vermittlung vor dem Aus – trotz offener Ausbildungsplätze
29.09.2026

Viele offene Lehrstellen, viele Jugendliche ohne Perspektive – und trotzdem soll ein bewährtes Förderprogramm für die Azubivermittlung...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen: Haushalte so reich wie nie - Rekordsumme ungleich verteilt
29.09.2026

Das weltweite Geldvermögen erreicht laut Allianz ein Rekordhoch. Doch der Zuwachs kommt bei Milliarden Menschen nicht an. Die Unterschiede...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Funflation: Warum selbst der Spaß immer teurer wird
29.09.2026

Urlaub, Restaurant oder Hobby: Wer seine Freizeit genießen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Eine Analyse der Bank of America...

DWN
Politik
Politik Kippt der Länderfinanzausgleich? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Reicher Westen, armer Osten: Enorme Vermögensungleichheit verschärft sich 2025
29.09.2026

Am 36. Jahrestag der Wiedervereinigung herrschen enorme Unterschiede bei der Vermögensverteilung: Alleine im Jahr 2025 entfielen 95...

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
29.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lateinamerika-Aktien: Das Comeback, das kaum jemand auf dem Radar hat
29.09.2026

Jahrelang mieden Anleger Lateinamerika, nun schlägt die Region sogar den S&P 500. Rohstoffe, Banken und überraschend niedrige Bewertungen...

DWN
Politik
Politik Personalie Jens Spahn: Doch kein Comeback im Haushaltausschuss
29.09.2026

Der Skandal um die Leihmutterschaft kostete Jens Spahn seinen Posten an der Spitze der CDU‑Fraktion. Im Haushaltsausschuss wollte er...