Finanzen

Bitcoin erstmals seit Mitte April wieder über 60.000 Dollar

Bitcoin ist am Freitag deutlich gestiegen und handelt erstmals seit Mitte April wieder über der Marke von 60.000 Dollar. Anleger sehen im digitalen Gold womöglich eine gute Inflationsabsicherung.
15.10.2021 10:38
Lesezeit: 1 min
Bitcoin erstmals seit Mitte April wieder über 60.000 Dollar
Anleger setzen wieder verstärkt auf Bitcoin. (Foto: Pixabay)

Die schwelenden Inflationsängste haben Bitcoin zum Wochenschluss noch einmal ordentlich Schwung verliehen. Die größte und älteste Cyberdevise knackte auf der Handelsplattform Bitstamp das erste Mal seit Mitte April wieder die Marke von 60.000 Dollar, sie stieg in der Spitze um 4,6 Prozent. Das Allzeithoch liegt bei knapp 65.000 Dollar.

"Anleger sehen im digitalen Gold womöglich eine bessere Inflationsabsicherung als im physischen Gold", schreiben die Analysten der LBBW in einem Kommentar. Allein in diesem Monat hat Bitcoin rund 37 Prozent an Wert zugelegt. Gold kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von bis zu 2,5 Prozent. Derzeit sorgen vor allem Energiepreise, aber auch coronabedingte Nachholeffekte für anhaltenden Inflationsdruck.

Treiber der jüngsten Bitcoin-Rally sind laut Analyst Timo Emden von Emden Research aber auch Spekulationen auf die Zulassung des ersten börsengehandelten Fonds auf Grundlage von Futures-Kontrakten in den USA. Die US-Börsenaufsicht SEC ist laut Bloomberg bereit, den Handel mit dem ersten US-Bitcoin-Futures-ETFs ab nächster Woche zu erlauben. "Die Genehmigung eines börsengehandelten Fonds auf amerikanischen Grund und Boden wäre ein Ritterschlag für Bitcoin und Co", sagte Emden. Damit wären Kryptowährungen vielleicht endgültig im Mainstream angekommen.

Jüngste Kommentare von Regulierungsbehörden hatten die Anleger zuletzt wieder zuversichtlicher gestimmt, dass sich Kryptowährungen dauerhaft als eigene Vermögensklasse an den Finanzmärkten etablieren könnten. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zugesagt, Digitalwährungen zwar regulieren, aber nicht verbieten zu wollen.

In China war der Druck auf die Kryptowährungsbranche im September dagegen deutlich erhöht worden. Das Land erklärte sämtliche Aktivitäten rund um Cyber-Devisen für illegal und untersagte ausländischen Krypto-Börsen jegliche Dienstleistungen für Kunden in China. Die Cyber-Devise war daraufhin auf Talfahrt gegangen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Symbolik und Nuklear-Pläne: Merz und Macron verhandeln über Bündnisfragen
17.07.2026

Ein straffes Programm am heutigen Freitag: Kanzler Merz und Präsident Macron starten am Morgen auf dem Fliegerhorst Nörvenich, bevor der...

DWN
Politik
Politik USA und Iran: Die Unsicherheit bleibt – Russland profitiert vom Konflikt
17.07.2026

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran dürften noch lange nachwirken. Sie haben den Ölpreis erneut in die Höhe getrieben und...

DWN
Technologie
Technologie Hitzewelle leert die Regale: Klimageräte werden knapp
17.07.2026

Die nächste Hitzewelle trifft viele Verbraucher unvorbereitet: Ventilatoren und Klimageräte sind vielerorts ausverkauft, Nachschub lässt...

DWN
Panorama
Panorama Oasis-Index: Was kosten 5 Bier und 2 Schachteln Zigaretten weltweit?
17.07.2026

Die globale Preisordnung gerät ins Wanken: Während Japan überraschend günstig wird, explodieren anderswo Mieten, Nebenkosten und...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Sandisk bricht um 12 Prozent ein, während sich der Ausverkauf bei Chip-Aktien verschärft title
16.07.2026

Ein turbulenter Handelstag an der Wall Street sorgt für weitreichende Verschiebungen und überraschende Bewegungen bei Einzelwerten.

DWN
Politik
Politik Führungswechsel in Kiew: Proteste überschatten Wahl der neuen ukrainischen Regierung
16.07.2026

Mitten im Abwehrkampf gegen Russland erlebt die Ukraine eine dramatische Regierungsumbildung. Während das Parlament in Kiew mit Serhij...

DWN
Politik
Politik Konflikt im Nahen Osten: Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft trotz neuer Drohungen
16.07.2026

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht eine neue Rolltreppe der Eskalation. Während Washington den militärischen Druck...

DWN
Politik
Politik EU-Asylreform: Italien blockiert weiter Rücknahmen
16.07.2026

Die neuen EU-Asylregeln sollen eigentlich klären, welcher Mitgliedstaat für Schutzsuchende zuständig ist. Doch ein Bericht der...