Technologie

IEA rechnet für 2021 mit Rekord bei Stromerzeugung aus Kohle

Stromerzeugung aus Kohle könnte 2021 der Internationalen Energieagentur IEA zufolge einen Rekordwert erreichen. Insgesamt gehen die Fachleute für dieses Jahr von einer Produktion von 10.350 Terawattstunden Strom weltweit aus.
18.12.2021 03:35
Lesezeit: 1 min

Stromerzeugung aus Kohle könnte 2021 der Internationalen Energieagentur IEA zufolge einen Rekordwert erreichen. Insgesamt gehen die Fachleute für dieses Jahr von einer Produktion von 10.350 Terawattstunden Strom weltweit aus, wie sie in einem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht schrieben. Dies wäre ein Anstieg von neun Prozent und ein Höchstwert. IEA-Geschäftsführer Fatih Birol sprach von einem besorgniserregenden Zeichen dafür, wie weit die Welt in ihren Bemühungen, die Emissionen zu senken, vom Weg abgekommen sei. Ohne starke und sofortige Maßnahmen von Regierungen gegen Kohleemissionen werde man kaum eine Chance haben, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Als Grund für den Zuwachs bei der Stromauszeugung aus Kohle in diesem Jahr sieht die IEA die schnelle Wirtschaftserholung, die die Stromnachfrage in die Höhe getrieben habe. Auch der Anstieg der Gaspreise habe die Nachfrage nach Strom aus Kohle angekurbelt. Allerdings wiesen die Fachleute in dem Bericht auch daraufhin, dass der Anteil der Kohle am weltweiten Strommix mit erwarteten 36 Prozent hinter dem Höchstwert von 41 Prozent im Jahr 2007 zurückbleiben dürfte.

Im kommenden Jahr könnte die Nachfrage nach Kohle allgemein, also nicht nur auf Strom bezogen, dem Bericht zufolge ebenfalls einen Höchstwert erreichen. Für 2021 wird ein Nachfragezuwachs von sechs Prozent prognostiziert. Damit läge der Bedarf noch unter dem der Jahre 2013 und 2014.

Im November hatte die UN-Klimakonferenz in Glasgow die Staaten der Welt erstmals dazu aufgefordert, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Die Erklärung von rund 200 Staaten fordert zudem, ineffiziente Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Die Länder verpflichteten sich auch gemeinsam dem Ziel, die Erderwärmung bei 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu stoppen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen: Haushalte so reich wie nie - Rekordsumme ungleich verteilt
29.09.2026

Das weltweite Geldvermögen erreicht laut Allianz ein Rekordhoch. Doch der Zuwachs kommt bei Milliarden Menschen nicht an. Die Unterschiede...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Funflation: Warum selbst der Spaß immer teurer wird
29.09.2026

Urlaub, Restaurant oder Hobby: Wer seine Freizeit genießen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Eine Analyse der Bank of America...

DWN
Politik
Politik Kippt der Länderfinanzausgleich? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Reicher Westen, armer Osten: Enorme Vermögensungleichheit verschärft sich 2025
29.09.2026

Am 36. Jahrestag der Wiedervereinigung herrschen enorme Unterschiede bei der Vermögensverteilung: Alleine im Jahr 2025 entfielen 95...

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
29.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lateinamerika-Aktien: Das Comeback, das kaum jemand auf dem Radar hat
29.09.2026

Jahrelang mieden Anleger Lateinamerika, nun schlägt die Region sogar den S&P 500. Rohstoffe, Banken und überraschend niedrige Bewertungen...

DWN
Politik
Politik Personalie Jens Spahn: Doch kein Comeback im Haushaltausschuss
29.09.2026

Der Skandal um die Leihmutterschaft kostete Jens Spahn seinen Posten an der Spitze der CDU‑Fraktion. Im Haushaltsausschuss wollte er...

DWN
Finanzen
Finanzen Ich habe zweimal in einem Jahr die Bank gewechselt: So viel habe ich gespart
29.09.2026

Im vergangenen Jahr habe ich zweimal die Bank gewechselt. Das brachte Ärger, Fehler und Verzögerungen, aber auch eine spürbare Ersparnis...