Finanzen

Russland will Bitcoin als Anlagevehikel zulassen – unter scharfen Auflagen

In Russland ist Bitcoin als Zahlungsmittel verboten. Doch nach einem Gesetzesentwurf darf Bitcoin künftig unter scharfen sehr Auflagen als Anlagevehikel genutzt werden. Wie diese Auflagen für Bitcoin-Anleger aussehen, erfahren Sie in diesem Artikel.
23.02.2022 14:37
Lesezeit: 1 min
Russland will Bitcoin als Anlagevehikel zulassen – unter scharfen Auflagen
Die Entwicklung des Bitcoin-Kurses seit 2018. (Grafik: Trading View)

Das russische Finanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Bitcoin-Regulierung im Land vorgelegt, Wochen nachdem die Regierung das Konzept zur Schaffung von Rechtsvorschriften speziell für Kryptowährungen gebilligt hatte.

„Die Verwendung digitaler Währungen als Zahlungsmittel auf dem Territorium der Russischen Föderation bleibt weiterhin verboten“, teilte das Finanzministerium am Montag mit . „Im Rahmen der vorgeschlagenen Verordnung werden digitale Währungen ausschließlich als Anlagevehikel betrachtet.“

Der Gesetzesentwurf folgt auf einen intensiven Streit zwischen der russischen Notenbank und dem Finanzministerium, die gegensätzliche Ansichten über die optimale Zukunft der Bitcoin- und Kryptowährungsregulierung im Land vertreten. Während sich das Ministerium bemühte, die aufkeimende Technologie in einen rechtlichen Rahmen zu bringen, forderte die Notenbank immer wieder ein vollständiges Verbot des Handels und des Schürfens von Bitcoin, berichtet das „Bitcoin Magazine“ wörtlich.

Anfang dieses Monats gab die russische Regierung dem Ministerium grünes Licht, um einen Gesetzentwurf zur Regulierung der Kryptowährung vorzuschlagen, der die Vorschläge der Notenbank, wonach die Verbreitung von Bitcoin im Land nicht erlaubt sein sollte, effektiv verwirft und einen ersten Plan für die Gesetzgebung skizziert.

Die Entscheidung, die Regulierung statt eines Verbots voranzutreiben, folgte den Signalen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der Ende Januar die Wettbewerbsvorteile des Landes beim Bitcoin-Mining – einer Industrie, die er unterstützt – hervorhob .

Der vom Finanzministerium vorgelegte Gesetzentwurf sieht mehrere Einschränkungen für Russen vor, die an einer Investition in Bitcoin interessiert sind, darunter Identifizierungsanforderungen, jährliche Investitionsgrenzen und Verwahrungsregelungen.

Russen müssen ihre persönlichen Daten angeben, um Bitcoin an regulierten Börsen zu kaufen oder zu verkaufen, obwohl noch unklar ist, wie viele Informationen erforderlich sein werden. Benutzer dürfen Bitcoin im Wert von etwa 7.700 US-Dollar pro Jahr auch nur nach erfolgreichem Abschluss eines Testverfahrens kaufen, um ihren Kenntnisstand über Kryptowährung zu bewerten. Wenn sie den Test nicht bestehen, können sie nur Bitcoins im Wert von bis zu 650 US-Dollar pro Jahr kaufen.

Bitcoin-Einzahlungen und -Auszahlungen an und von einer Börse werden nur über Konten bei einer Bank erlaubt sein.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutscher Tierhandelsriese Fressnapf legt Pläne offen: Schnelles Wachstum in Polen
01.10.2026

Polen gehört zu den wichtigsten Märkten der Fressnapf-Gruppe, dem europäischen Marktführer im Zoofachhandel. Die zum Konzern gehörende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Der schrumpfende Riese: Warum Deutschlands Arbeitsmarkt vor einer historischen Trendwende steht
01.10.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt galt über Jahre hinweg als Fels in der Brandung. Trotz globaler Krisen, geopolitischer Verwerfungen und einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Softwaretochter Cariad vor massivem Stellenabbau
01.10.2026

Volkswagen stellt seine Softwarestrategie weiter auf den Prüfstand. Bei Cariad droht ein neuer Stellenabbau, während Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
01.10.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Politik
Politik Auf Trumps Investmentkonten: Mehr Geschäfte als bei allen Kongressmitgliedern zusammen
01.10.2026

Auf den Investmentkonten von US-Präsident Donald Trump wurden seit Beginn seiner zweiten Amtszeit fast 28.700 Wertpapiergeschäfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Geschäftsklima steigt: Elektroindustrie wird zur Konjunkturlokomotive – mit möglichen Engpässen
01.10.2026

Während viele Industriebranchen mit schwacher Nachfrage kämpfen, blickt die deutsche Elektroindustrie zuversichtlicher nach vorn – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Raumfahrt-Aktien: Vom Höhenflug zur harten Landung
01.10.2026

Nach dem SpaceX-Hype im Frühjahr sind mehrere Raumfahrt-Aktien stark eingebrochen. Investoren sehen nach wie vor langfristiges Potenzial,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta-Insolvenz: Batteriehersteller setzt auf schnelle Investorenlösung
01.10.2026

Beim insolventen Batteriehersteller Varta wächst die Hoffnung auf eine Investorenlösung. Doch zwischen Interesse am Unternehmen und einer...