Politik

Putins Überfall auf die Ukraine: Sechs Wochen Tod und Elend für Nichts - eine Chronologie

Seit sechs Wochen tobt der Krieg gegen die Ukraine. Keine Seite konnte bislang einen strategischen Vorteil erzielen. Eine Chronologie.
07.04.2022 12:00
Aktualisiert: 07.04.2022 12:12
Lesezeit: 2 min
Putins Überfall auf die Ukraine: Sechs Wochen Tod und Elend für Nichts - eine Chronologie
Ein Krankenwagen fährt in fahlem Abendlicht durch die ukrainische Hauptstadt Kiew. (Foto: dpa) Foto: Vadim Ghirda

24. Februar: Russland greift die ehemalige Sowjetrepublik an. Die Nato schließt eine militärische Unterstützung der Ukraine aus.

26. Februar: Deutschland liefert nun doch Waffen aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine. Russische Geldhäuser sollen aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift ausgeschlossen werden.

27. Februar: Russlands Präsident Wladimir Putin versetzt die Abschreckungswaffen der Atommacht in Bereitschaft.

28. Februar: Moskau und Kiew sprechen erstmals seit Beginn des Krieges miteinander. In späteren Runden geht es um die Einrichtung humanitärer Korridore - etwa in der Hafenstadt Mariupol.

1. März: Der Fernsehturm in Kiew nahe der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar wird mit Raketen angegriffen.

2. März: Die UN-Vollversammlung verurteilt die russische Invasion mit historisch großer Mehrheit.

4. März: Ein Feuer an Europas größtem Atomkraftwerk nahe Saporischschja schürt Ängste vor einer nuklearen Katastrophe.

8. März: Tausende Zivilisten werden aus der umkämpften Stadt Sumy im Nordosten gerettet. Die USA verbieten den Import von Öl aus Russland.

9. März: Russland greift eine Geburtsklinik in Mariupol an.

13. März: Bei einem russischen Angriff auf einen Truppenübungsplatz bei Lwiw nahe der polnischen Grenze gibt es Dutzende Tote.

14. März: Eine Attacke auf einen Fernsehturm in Riwne fordert nach ukrainischen Angaben 19 Menschenleben. Eine TV-Mitarbeiterin protestiert im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg.

15. März: Die Regierungschefs Polens, Tschechiens und Sloweniens statten dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen Solidaritätsbesuch in Kiew ab.

16. März: Der Internationale Gerichtshof in Den Haag ordnet in einer überwiegend symbolischen Entscheidung das sofortige Ende der russischen Gewalt in der Ukraine an.

17. März: Selenskyj spricht in einer Videobotschaft vor dem Bundestag von einer neuen Mauer durch Europa.

18. März: Russische Raketen schlagen am Flughafen Lwiw ein. Bei einem Stadion-Auftritt Putins schaltet das Staatsfernsehen plötzlich ab - angeblich eine technische Panne.

24. März: Gipfelmarathon von Nato, EU und G7 in Brüssel: Die Nato-Mitglieder beschließen eine massive Aufrüstung. Die Abwehr chemischer, biologischer und atomarer Bedrohungen wird aktiviert.

26. März: Bei einer Rede in Warschau nennt US-Präsident Joe Biden Putin einen «Diktator» und stellt dessen Herrschaft infrage. Später dementiert er, einen Machtwechsel gefordert zu haben.

28. März: In Charkiw sind nach ukrainischen Angaben insgesamt fast 1180 mehrgeschossige Wohnhäuser zerstört.

29. März: Russland will die Kampfhandlungen bei Kiew und Tschernihiw zurückzufahren. Die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, überschreitet nach UN-Angaben die Marke von vier Millionen.

1. April: Für ihre russischen Gaslieferungen zu begleichen, müssen westliche Staaten von nun an ein Konto bei der russischen Gazprombank haben. Sie können aber weiter in Euro und Dollar zahlen.

2. April: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben wieder die volle militärische Kontrolle über die Region um Kiew. Moskau verstärkt demnach die Angriffe im Osten und Süden des Landes.

3. April: Gräueltaten an der Zivilbevölkerung in der Kiewer Vorstadt Butscha sorgen weltweit für Entsetzen. Die Ukraine zählt nach Abzug russischer Truppen die Leichen von insgesamt 410 Bewohnern.

5. April: In dem Kiewer Vorort Hostomel werden nach ukrainischen Angaben 400 Bewohner vermisst.

6. April: Die EU-Staaten beraten den Vorschlag eines Importstopps für russische Kohle. Die USA verbieten alle neuen Investitionen in Russland und sanktionieren unter anderen beide Töchter Putins.

7. April: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba fordert bei einem Nato-Treffen in Brüssel weitere Waffen für sein Land.

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