Unter den Hauptindizes führte der Dow Jones Industrial Average die Gewinne an; er stieg um 595 Punkte bzw. 1,23 Prozent und schloss auf einem Rekordhoch von 48.977 Punkten. Im Laufe des Handelstages notierte der Index längere Zeit auch über der Marke von 49.000 Punkten. Der S&P 500 legte um 0,64 Prozent zu, der Nasdaq Composite um 0,69 Prozent.
Der Anstieg wurde vor allem vom Energiesektor getrieben, der auf die Ereignisse in Venezuela und den steigenden Ölpreis reagierte. Die Chevron-Aktie verzeichnete ihren größten Tagesgewinn seit April und stieg im Tagesverlauf um 5,13 Prozent. Auch US-Raffinerien legten kräftig zu. Die Aktien von Valero Energy verteuerten sich um fast 9,23 Prozent und die von Marathon Petroleum um 5,94 Prozent. Der Energiesektor-ETF XLE verzeichnete seinen besten Tag seit Anfang April.
Die Ölpreise schwankten, beendeten den Tag jedoch im Plus. Die Brent-Rohöl-Futures stiegen um 1,7 Prozent und die Futures für West Texas Intermediate (WTI) um 1,8 Prozent. Am breiteren Rohstoffmarkt verteuerten sich Gold-Futures um 2 Prozent und stiegen auf über 4.450 Dollar pro Unze. Der Silberpreis sprang um bis zu 7 Prozent nach oben. Auch andere Metalle, einschließlich Kupfer, verzeichneten Gewinne.
Es folgte der Finanzsektor, dessen ETF XLF den stärksten Anstieg seit dem 22. April verzeichnete. Die Rallye des Sektors stützte auch den Anstieg des Dow Jones. Die Aktien von Goldman Sachs stiegen um 3,73 Prozent, die von JPMorgan Chase um 2,62 Prozent und die Papiere der Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley legten jeweils um rund 2 Prozent zu. Alle fünf Banken erreichten im Laufe des Handelstages neue Höchststände.
Der Bitcoin-Preis legte um mehr als 3 Prozent zu und stieg über die Marke von 94.000 Dollar, was signalisiert, dass die weltweit größte Kryptowährung nach dem schwierigen Ende des Jahres 2025 bereit für eine Trendwende ist.
Im Technologiesektor verlief die Entwicklung uneinheitlicher. Die CEOs von Nvidia und AMD nehmen am Montagabend an der Hauptveranstaltung der Technikmesse CES in Las Vegas teil. Die Aktien beider Unternehmen starteten mit Gewinnen in den Tag, schlossen jedoch im Minus: Nvidia gab um 0,39 Prozent nach und AMD um 1,07 Prozent. Gleichzeitig verteuerten sich Tesla (+3,1 Prozent), Amazon (+2,9 Prozent) und Palantir (+3,68 Prozent).
Für Optimismus im Technologiesektor sorgte die Meldung des taiwanischen Unternehmens Foxconn über einen Rekordumsatz im vierten Quartal. Die Ergebnisse des größten Serverherstellers für Nvidia und wichtigsten iPhone-Fertigers für Apple wurden durch die starke Nachfrage nach KI-bezogenen Produkten getrieben.
Die US-Militäroperation in Venezuela erhöhte zwar die Unsicherheit, doch nach Einschätzung von Analysten wird das Ereignis keine nennenswerten langfristigen Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Dies verlieh auch Rüstungsaktien Auftrieb. In den USA verteuerten sich die Papiere von Northrop Grumman (+4,38 Prozent) und Lockheed Martin (+2,93 Prozent) deutlich. RTX legte moderat zu.
In Europa stiegen die Aktien des deutschen Unternehmens Rheinmetall (+8,93 Prozent), der britischen BAE Systems (+5,83 Prozent) und der italienischen Leonardo (+6,25 Prozent). In Asien beendeten Mitsubishi Heavy Industries (+8,39 Prozent) und Kawasaki Heavy Industries (+7,9 Prozent) den Tag im Plus. In Südkorea verteuerten sich Hanwha Aerospace (+7 Prozent) und Korea Aerospace Industries (+6,5 Prozent).
Fintech-Unternehmen gewinnt über 20 Prozent an Wert
Zu den größten Gewinnern zählte das Fintech-Unternehmen Figure Technology Solutions, dessen Aktie um 21,67 Prozent stieg. Die Aktie brach aus ihrer bisherigen Preisspanne aus und überwand sowohl die Marke von 46,46 Dollar als auch den Widerstand bei 49,5 Dollar.
Vom Aufschwung der Rüstungsindustrie profitierte auch AeroVironment; die Aktie sprang um 16,09 Prozent nach oben.
Die Nachricht, dass der Vermögensverwalter Apollo Global eine neue Investition in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar in QXO anführt, beförderte die Aktie des Baustoffgroßhändlers um 18,15 Prozent ins Plus.
Ebenfalls deutlich zulegen konnten die Aktien des Biowissenschaftsunternehmens Regencell Bioscience (+31,65 Prozent) sowie des Gold- und Silberproduzenten Hycroft Mining (+15,37 Prozent).
Die größten Verlierer kommen aus dem Pharmasektor
Die Aktie des Pharmaunternehmens Viking Therapeutics fiel um 9,26 Prozent, ungeachtet der Ankündigung, dass CEO Brian Lian auf der 44. jährlichen J.P. Morgan Healthcare Conference sprechen wird.
Die Aktie des Branchenkollegen Corcept Therapeutics verbilligte sich um 8,51 Prozent, da die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) den Antrag auf Marktzulassung für das Medikament Relacorilant ablehnte. Der Rückgang folgte auf einen bereits starken Einbruch in der Vorwoche nach einem sogenannten „Complete Response Letter“ der FDA, in dem festgestellt wurde, dass keine ausreichenden Beweise für die Wirksamkeit des Medikaments zur Behandlung von Bluthochdruck infolge von Hypercortisolismus vorgelegt wurden.
Ebenfalls deutlich gaben die Aktien des Technologieunternehmens Applied Optoelectronics (–11,64 Prozent), des Chipherstellers SiTime (–9,98 Prozent) und des Energieunternehmens Gulfport Energy (–8,88 Prozent) nach.


