Zinsen für spanische Staatsanleihen steigen auf 6,5 Prozent

Der immense Finanzierungsbedarf der spanischen Bankia sorgte an den Märkten für stark fallende Kurse. Auch Italien spürte den Druck bei der heutigen Auktion. Der anfängliche Anstieg des Euros aufgrund der wachsenden Zustimmung für die griechische Nea Demokratia konnte dem letztlich nichts entgegensetzen.

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Die Nachricht, dass die spanische, verstaatlichte Bankia vermutlich einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 19 Milliarden Euro hat, hatte am Montag starke Auswirkungen auf die Finanzmärkte – die Bedenken, dass Spanien sich immer weiter einer Staatspleite nähert, nehmen zu (nicht nur der Bankensektor, auch die Region Katalonien ist stark verschuldet – mehr hier).

Der Euro rutschte zwischenzeitlich wieder unter die 1,26 Dollar-Marke auf 1,2533 Dollar und der Bankia Kurs gab teilweise 29,3 Prozent nach. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch am Staatsanleihenmarkt – die Rendite für zehnjährige Anleihen kletterte am Vormittag auf über 6,5 Prozent. Die deutschen Anleihen dieser Art hingegen erreichten ein Rekordtief von 1,4 Prozent. So stieg der Risikoaufschlag für spanische Anleihen auf den höchsten Stand seit Einführung des Euros.

Aufgrund der Ansteckungsgefahr, die von einer Verschlechterung der spanischen Situation ausgeht, und der angeschlagenen italienischen Wirtschaft spürte auch die italienische Regierung am Montag die Anspannung der Märkte. Bei einer Auktion von 2-Jahres-Anleihen stieg die Rendite auf 4,037 Prozent. Die höchste Rendite seit Dezember vergangenen Jahres. Bei einer ähnlichen Auktion zuvor lagen die Zinssätze noch bei 3,355 Prozent.

Die Nachricht, dass in Griechenland die Nea Demokratia wieder an Unterstützung zulegte (hier) und somit ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ein wenig unwahrscheinlicher sein könnte, sorgte anfangs für einen steigenden Dax und Euro. Aber konnte über den Handelstag hinweg die Bedenken der Investoren bezüglich der Währungsunion angesichts der sich verschlechternden Situation in Spanien nicht vermindern.

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