Neuer Brandherd: Katalonien von Insolvenz bedroht

Die schlechten Nachrichten aus Spanien wollen nicht abnehmen. Nun hat Spaniens reichste autonome Region die Regierung um Finanzhilfe gebeten. Und die spanische Bankia spricht nun von benötigten 20 Milliarden Euro.

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Spaniens hochverschuldete Regionen treiben das spanische Defizit in die Höhe und weigern sich seit Wochen, ihre eigenen Ausgaben zu kürzen und die Reformen der Zentralregierung mitzutragen. Nun bereitet ausgerechnet Katalonien, Spaniens reichste autonome Region, der Regierung in Madrid zusätzliche Sorgen. Die Region braucht dringend eine Finanzierungshilfe.

Artur Mas, Kataloniens Präsident, richtete sich am Freitag direkt an die zentrale Regierung Spaniens. „Uns ist es egal, wie sie es tun, aber wir müssen Zahlungen tätigen am Monatsende“, sagte er. „Unsere Wirtschaft kann sich nicht erholen, wenn wir unsere Rechnungen nicht begleichen können.“ Katalonien erwirtschaftet jährlich ein Fünftel des spanischen BIP. Nun gehen der Region die Finanzierungsmöglichkeiten aus. Allein in diesem Jahr müssen allein 13 Milliarden Euro refinanziert werden. Allein die Zinszahlungen Kataloniens haben sich in den vergangenen zwei Jahren auf 2 Milliarden Euro verdoppelt.

Darüber hinaus hat sich auch der Finanzierungsbedarf der spanischen Bankia erhöht. War am Freitagvormittag noch von einer Finanzlücke in Höhe von 15 Milliarden Euro die Rede, sollen es nun sogar 20 Milliarden Euro sein.

Die Finanzmärkte reagierten entsprechend, der Euro sank auf unter 1,25 Dollar – ein 2-Jahres-Tief. Und auch der Dax rutschte vorübergehend ins Minus. „Dies schürt die Furcht vor einer Eskalation der Schuldenkrise“, sagte ein Börsianer der Nachrichtenagentur Reuters.

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