Ratingagentur: Italien muss innerhalb von sechs Monaten unter EU-Rettungsschirm

Der Chef der Ratingagentur Egan Jones erwartet, dass sowohl Spanien als auch Italien Geld aus dem Europäischen Rettungsfonds benötigen werden. Sowohl die Banken als auch die Staaten selbst hätten ein Problem mit der Kreditwürdigkeit. Mario Monti glaubt nicht, dass er Hilfe brauchen wird.

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Spanien und Italien werden nach Einschätzung von Sean Egan, Chef der unabhängigen Ratingagentur Egan Jones, einen vollen Bailout durch einen der europäischen Rettungsschirme benötigen. Egan sagte dem Sender CNBC, dass man nicht zwischen den Problemen der Banken und jenen der Staaten trennen könne. Die EU hatte genau dies versucht, indem sie den Spanien-Bailout als ausschließliche Banken-Rettung dargestellt hatte. Egan sagte, eine schlechte Bonität von Banken gehe meist Hand in Hand mit einer schlechten Finanzlage in den betreffenden Staaten. In Spanien und Italien sei dies besonders zutreffend, weil Staaten und Banken eng miteinander verwoben seien. Daher erwarte er, dass sowohl Spanien als auch Italien in den kommenden sechs Monaten unter den Europäischen Rettungsschirm (EFSF oder ESM) schlüpfen werden. Zuvor werden die Kosten für die spanische Banken-Rettung die 100 Milliarden-Grenze überschreiten, die die EU eigentlich vorgegeben hatte.

Italiens Premier Mario Monti sagte dagegen in Rom, dass er nicht glaube, dass Italien Hilfe aus Europa benötigen werde. Das Land spare viel mehr als andere Staaten in Europa. Unabhängige Beobachter haben davon allerdings bisher noch wenig gesehen. Und auch der spanische Premier Mariano Rajoy hatte ja noch wenige Tage vor dem offiziellen Hilferauf an die EU beteuert, dass Spanien alle seine Probleme werde allein lösen können.

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