Italien: Konsumenten verlieren Lust am Einkauf

Die Italiener haben Angst, dass sich die Eurokrise weiter verschärft und sie arbeitslos werden könnten. Daher konsumieren sie weniger, was wiederum der Wirtschaft schadet.

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Das Konsumentenklima in Italien ist im Juni an einem historischen Tiefpunkt angelangt. Die italienischen Konsumente waren in diesem Monat so pessimistisch wie das letzte mal im Jahr 1996 – damals wurde das Konsumklima das erste Mal erhoben. Grund für die schlechte Stimmung ist die zunehmende Angst vor einer weiteren Zuspitzung der Krise.

„Das sich verschlechternde Szenario mit einer pessimistischen Zukunft ist, was das Vertrauen beschädigt. Die Gegenwart beunruhigt die Konsumenten nicht“, sagte ein Sprecher der italienischen Statistikbehörde.

Konsumentenvertrauen und Privatkonsum: Die Italiener haben Angst und wollen weniger Geld ausgeben.

Konsumentenvertrauen und Privatkonsum: Die Italiener haben Angst und wollen weniger Geld ausgeben.

Die größte Angst haben die Italiener vor der Arbeitslosigkeit. Immer mehr erwarten, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird. Der Index dafür stieg von 114 auf 121 Punkte. Erst im April erreichte die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 10,2 Prozent in Italien die höchste Marke aller Zeiten.

Beobachter erwarten, dass das schlechte Konsumklima sich weiter auf die Binnennachfrage auswirken wird. Durch die Sparmaßnahmen, die Italiens Staatshaushalt entlasten sollen, ist der Konsum allerdings bereits erheblich eingebrochen.

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