Frankreich: Tausende Unternehmen in ihrer Existenz gefährdet

Die geplanten Reformen in Frankreich werden nicht ausreichen, um die wirtschaftliche Situation des Landes zu verbessern. Ökonomen rechnen dagegen mit einem regelrechten Firmensterben.

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Die sozialistische Regierung unter François Hollande will das Wirtschaftswachstum unter anderem durch eine Steuer auf Dividenden ankurbeln. Die neue Steuer soll Unternehmen dazu bringen, mehr Geld zu investieren. Ökonomen und Wirtschaftsvertreter rechnen allerdings damit, dass diese Maßnahme eine gegenteilige Wirkung erzielten könnte.

Dabei ist die Steuer auf Unternehmensdividenden nur eine von vielen Mehrbelastungen durch Gebühren, die auf Firmen zukommen. Hollande plant Steuererhöhungen im Bereich von mehreren Milliarden Euro. Arbeitnehmer sollen dabei nicht stärker belastet werden.

Dies könnte genau der falsche Weg sein: „Es ist unerlässlich, die Kosten für Unternehmen kurzfristig zu senken und ihnen etwas Spielraum zu verschaffen. Mit der Verschlechterung der Wirtschaftsprognosen sind tausende Unternehmen davon gefährdet, pleite zu gehen“, sagte Patrick Artus, Chefökonom bei der Natixis Bank.

Auch die Mehrausgaben für Forschung und Entwicklung werden die französische Wirtschaft nicht rechtzeitig entlasten können: „Investitionen in Bildung und Forschung werden funktionieren, aber das wird zehn Jahre Dauern“, sagt der Havard-Ökonom Philippe Aghion.

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