Spanien: Erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit

Im Mai stieg die Arbeitslosenquote im Euro Raum auf 11,1 Prozent an. Spitzenreiter innerhalb der Eurozone sind erwartungsgemäß Spanien und Griechenland. Besorgniserregend ist vor allem die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien.

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Die negative Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit im Euroraum setzte sich im Mai erneut fort. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenquote Eurostat zufolge auf 11,1 Prozent. Noch deutlicher wird dies Im Vergleich zu den Zahlen des Vorjahresmonats. Daraus geht hervor, dass seit Mai vergangenen Jahres die Zahl der Arbeitslosen in der Eurozone um 1,820 Millionen Menschen zugenommen hat. Innerhalb der EU ist die Arbeitslosenquote ebenfalls angestiegen: von 9,5 Prozent im Mai 2011 auf 10,3 Prozent im Mai 2012.

Nur acht Mitgliedsstaaten konnten einen Rückgang der Arbeitslosenquote vermelden, wohingegen in 18 Ländern die Arbeitslosenquote anstieg. Neben Griechenland (21,9%) weist weiterhin auch Spanien (24,6%) eine hohe Arbeitslosigkeit auf. Hier sticht besonders die Jugendarbeitslosigkeit heraus. Sie stieg von 51,6 Prozent im April auf 52 Prozent – so hoch wie in keinem anderen Land der EU. Beobachter gehen davon aus, dass dies auch am spanischen Bildungssystem liegt. Es orientiere sich zu wenig an der Nachfrage des Arbeitsmarktes. So fehlt beispielsweise ein duales Ausbildungssystem, welches Schulwissen neben einer beruflichen Ausbildung vermittelt.

Die niedrigsten Arbeitslosenzahlen wurden in Österreich (4,1%) und den Niederlanden (5,1%) festgestellt. Auch Deutschland zählt zu den Ländern mit einer der geringsten Arbeitslosenquoten (5,6 Prozent).

Allerdings ist bei den aktuellen Arbeitslosenzahlen zu beachten, dass viele Personengruppen, die beispielsweise eine berufliche Weiterbildung machen, nicht in der Statistik erfasst werden. Ähnlich ist es bei Menschen, die über 58 Jahre alt sind und Arbeitslosengeld beziehen. Auch diese fallen aus der Statistik.

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