Lage in Spanien spitzt sich zu: Defizitziel für 2012 soll angehoben werden

Kurz nach der Information, dass Spanien mehr Zeit für das Erreichen seines Defizitziels für 2013 erhalten soll, will die Eurogruppe nun auch das Defizitziel des Landes für dieses Jahr nach oben korrigieren.

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Die Situation in Spanien ist doch schlimmer, als es sich die EU bisher eingestehen wollte. Neben den angeschlagenen Banken macht dem Land die sich durch Sparmaßnahmen verschärfte Rezession zu schaffen. Spanien steht ganz oben auf der Liste beim Eurogruppen-Treffen am Montag. Bereits am Vormittag bestätigten EU-Beamte, dass das Defizitziel für Spanien, 3 Prozent im Jahr 2013, auf ein Jahr nach hinten verschoben werden soll (mehr hier). Damit hätte die spanische Regierung mehr Zeit.

Mit Verweis auf EU-Kreise berichten nun Reuters und das WSJ, dass auch beim diesjährigen Defizitziel an den Schrauben gedreht werden soll. So sagt ein Entwurf zum Eurogruppen-Treffen, das zu erreichende Defizitziel von 5,3 Prozent des BIP in diesem Jahr soll auf 6,3 Prozent angehoben werden. Bis jetzt haben, so die Beamten, bereits bis auf zwei Länder alle zugestimmt. In dem Entwurf seien auch einige Auflagen für Spanien enthalten – als Gegenleistung für die Lockerungen. Spaniens Haushaltssituation haben sich in den vergangenen Monaten „substantiell verschlechtert“, da die wirtschaftliche Abkühlung stärker als erwartet war.

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