Moody’s: Bank-Aktien werden für immer hoch riskante Anlage bleiben

Die Banken erleben aktuell ihre größte Vertrauenskrise: Weil sie das Risiko ihrer Anlagen nicht mehr unter Kontrolle haben, meiden die Investoren Geschäfte mit den Banken. Analysten rechnen, dass sich der Bankenmarkt von diesem Vertrauensverlust nicht mehr erholen wird.

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Investoren haben ihr Vertrauen in die Banken verloren. Banken stellen inzwischen ein höheres Risiko dar als noch zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007. Die Risikoprämien für Kredite werden vermutlich nie mehr auf das Vorkrisenniveau zurückkehren. Davon geht Moody’s Analytics, ein Tochterunternehmen der Ratingagentur Moody’s aus. In einer Studie haben sich die Analysten mit dem Risiko im Bankensystem befasst. Demnach sind Bank-Aktien nur noch etwas für Spekulanten, die sich über komplizierte Konstruktionen so absichern, dass sie auch im Worst Caseihre Verluste begrenzen können.

Ein weiterer Indikator für die Gefahren, die von Bankgeschäften ausgehen, sind die Kosten für Kredit-Ausfalls-Versicherungen. Banken müssen aktuell 20-mal so viel für die Versicherung ihrer kreditbesicherten Produkte bezahlen wie noch vor fünf Jahren. Von dieser Entwicklung sind sowohl Banken in den USA als auch in Europa betroffen.

Die Skandale rund um Geschäfte von Investmentbanken wie JP Morgan haben die Branche zusätzlich Vertrauen gekostet. Auch das steigende Misstrauen der Aufsichtsorgane und Gesetzgeber wertet Moody’s Analytics als klares Zeichen für die schlechten Verhältnisse im Bankensektor.

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