Machtkampf im Euroland: Bundesbank kritisiert Draghis Äußerungen

Die Deutsche Bundesbank ist nicht erfreut über die Ankündigung Draghis bezüglich einer stärkeren Intervention der EZB. Käufe von Staatsanleihen durch die EZB würden falsche Anreize setzen. Man halte dies „weiterhin für problematisch“.

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Ein leichtes Aufatmen war am Donnerstag zu verspüren, als Mario Draghi in London ankündigte, dass die EZB alles unternehmen werde, um den Euro zu unterstützen (Italien konnte bei einer Auktion vom Draghi-Effekt profitieren – hier). Damit machte Draghi deutlich, dass die EZB wieder den Kauf von Staatsanleihen anfahren werde (hier). Etwas, das die EZB in der Vergangenheit schon mehrmals getan hat, was aber immer wieder zu Kritik aus Deutschland führte. Seit mehreren Monaten hat die EZB keine Anleihen mehr am Sekundärmarkt gekauft.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann spricht sich deutlich gegen Anleihenkäufe aus.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann spricht sich deutlich gegen Anleihenkäufe aus.

Das Aufatmen etlicher Marktteilnehmer könnte bald schon wieder beendet werden. Am Freitag äußerte die Deutsche Bundesbank Kritik an den Äußerungen Mario Draghis. Ein solcher Schritt bekämpfe die möglichen Käufe von Staatsanleihen von vorneherein und mache sie weniger wahrscheinlich. Deswegen halte die Bundesbank „Staatsanleihekäufe durch die Zentralbank weiterhin für problematisch“, so ein Sprecher der Bundesbank. Derartige Käufe setzten falsche Anreize. Nun stellt sich die Frage, wer von beiden Parteien am längeren Hebel sitzt.

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